Live von der TalentPro: HR Tec Talk mit Pia Büßecker über Gaming im Recruiting

Shownotes

Beschreibung der Folge Eine Episode, die live vor Ort auf der TalentPro aufgenommen wurde. Hier nochmals ein riesen Dankeschön an Alexander Petsch. Pia Büßecker war bereits im vergangenen Jahr einmal zu Gast im HR TEC Talk. In der heutigen Episode vertiefen wir nochmals das Thema Gaming im Recruiting, denn auf der TalentPro durfte ich Daten gestützt einen Vortrag eben zu diesem Thema halten.

  • Verweildauer auf Games nach Zielgruppen
  • Kompetenzen
  • Welche Spiele sind überhaupt relevant?

und vieles mehr erfahrt ihr in der heutigen Episode.

Hier geht es zum HR TEC Talk-Podcast.

Hier geht es zu Robindro Ullah. Hier zu Michael Witt. Und hier zu Pia Büßecker.

Und wenn Du Tipps & Tricks, kurz Hacks rund um das Thema HR suchst, dann ist vielleicht auch unser Schwesterpodcast: HRM Hacks Podcast interessant.

Transkript anzeigen

00:00:05: Robindro Ullah: Sehr schön. Herzlich willkommen zum HR Tec Talk - Der Podcast heute. Mit Streaming live von der TALENTpro in München. Hallo und heute zu Gast ist die liebe Pia von Meta Games. Hallo Pia.

00:00:20: Pia Büßecker: Grüß dich Robin.

00:00:21: Robindro Ullah: Mal wieder! Total schön. Bevor wir starten heute soll es so ein bisschen um das Thema Gaming gehen. Gaming im Zusammenhang mit Rekrutierung oder auch grundsätzliche Betrachtung dieser Zielgruppe. Daher ist die Pia genau die richtige hier für den Podcast. Ich hatte heute Morgen die Chance auf dem HeyJobs Stand einen Vortrag dazu zu halten und wir unterhalten uns ein bisschen über die Daten, Zahlen, etc.. Magst du dich noch mal ganz kurz vorstellen, wer du bist und was Metagame ist? Weil ich glaube, sie wissen vielleicht gar nicht alle, aber ihr habt auch einen Stand hier vor Ort auf der Veranstaltung.

00:00:59: Pia Büßecker: Das stimmt. Ja, sehr gerne. Ich bin. Ich bin Pia Büßecker. Ich bin 1 von 4 Gründern von Metagame, einem HR Tech Startup, das sich aus der PwC Welt heraus gegründet hat und sich damit beschäftigt, wie Gaming und eSports ein ganz neuer Zugang zu Fähigkeiten und Kompetenzen von sowohl Mitarbeitenden als auch zu rekrutierenden Talenten sein kann. Und da entwickeln wir eine Plattform, die sich genau damit auseinandersetzt und einen hohen wissenschaftlichen Hintergrund hat, um das, was wir im Kopf haben und das, wovon wir eigentlich schon überzeugt sind, auch mit Daten/Fakten zu unterlegen. Deshalb bin ich sehr dankbar darum, dass ihr euch dem Thema auch angenommen habt und sehr viel spannende Auswertungen habt. Wie bin ich dazu gekommen? Ich komme ursprünglich aus der Beratung, bin aber Leistungssportlerin gewesen und habe über den klassisch kompetitiven Sport meine Leidenschaft zum eSport entwickelt und freue mich da einfach eine aus meiner Perspektive zukunftsfähige Lösung entwickeln zu dürfen, die es vor allem jungen oder auch vielleicht nicht gesehenen Zielgruppen ermöglicht, den Schritt in die berufliche Karriere einfacher zu machen. Und deutlich authentischer.

00:02:07: Robindro Ullah: Sehr cool. Ihr veranstaltet und sagt man das so? Die Outplayed. Einmal im Jahr? Aber das zieht sich ja über mehrere Wochen, Monate sozusagen. Magst du dazu noch mal kurz was erzählen?

00:02:20: Pia Büßecker: Gerne. Outplayed ist ein Company eSports Cup, heißt Mitarbeitende spielen mit den Mitarbeitenden in. Und das ist das Spannende daran. Gemischten Teams mit rekrutiert mi Talenten zusammen, die vom Kompetenzprofil mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Unternehmen passen, zusammen über mehrere Wochen gegen andere Firmen. Das Ganze geht sechs Wochen lang in unterschiedlichen Titeln und am Ende gibt es ein Gewinnerteam bzw. Einen Gewinnenden. Je nach Titel. Und darüber hinaus veranstalten wir auch kleinere Formate, die jeden Monat stattfinden, die aber mit Fokus auf Employer Branding sind. Sprich Nur Mitarbeitende spielen in gemischten Teams gegen andere Firmen.

00:03:03: Robindro Ullah: Gemischte Teams heißt für dich immer sozusagen Talents und Mitarbeitende.

00:03:07: Pia Büßecker: Genau.

00:03:08: Robindro Ullah: Ja, cool. Also ich glaube auch da lernst du Mitarbeitende plötzlich ganz anders kennen. Oder auch in einem anderen Kontext, in dem du gegebenenfalls sogar noch mal über den Arbeitgeber sprichst. Aber ich war sehr beeindruckt von den Outplayed, weil das Finale war dann tatsächlich vor Ort in Berlin. Eine sehr schöne Veranstaltung, die Möglichkeiten der... Ja, des Netzwerkens und Verbindens einfach gegeben hat.

00:03:35: Pia Büßecker: Total. Es soll vor allem die Gaming Kultur im Mittelpunkt stehen. Dass das nicht eine einmalige Aktivierung ist, sondern Einzug findet in jede Unternehmenskultur als fester Bestandteil der jungen Zielgruppe. In Zeiten des demografischen Wandels, zunehmender Digitalisierung und natürlich auch des Arbeitskräftemangels.

00:03:52: Robindro Ullah: Cool. Ich habe heute Morgen mir erlaubt, das Thema Games/Gaming im Recruiting mal in vier Kategorien zu gießen und wollte mal mit dir kurz darüber sprechen, wie man ob man diese vier Kategorien eigentlich so benennen oder nutzen kann. Und zwar habe ich gesagt, es gibt ja schon Ansätze von Spielen in der Rekrutierung und das erste ist das Thema Gamification. Haben vielleicht einige schon gehört. Das wird häufig gesagt und das habe ich mal einsortiert als Kategorie, wo ich ein spielerisches Element in einen bestehenden HR-Prozess einbaue. Also zum Beispiel hatte ich vorhin genannt, steht hier auch auf der Messe rum. Radency mit ehemals Firstbird, die einfach sozusagen Abzeichen beim Programm, Mitarbeiter werben, Mitarbeitende vergeben und man da quasi, dass die Mitarbeitenden sich je nachdem wie viel sie schon empfohlen, etc. haben, Gegeneinander batteln können. Also du hast ein kleines spielerisches Element in einem eigentlich ursprünglichen HR-Prozess. Das war also die erste Kategorie, dann die zweite Kategorie ist Game Based. Und zwar habe ich da mal ein Startup kennengelernt. Jetzt komme ich gerade nicht mehr auf den Namen. Ich glaube Attensi, die eine Oberfläche bieten, in denen ich HR-Prozesse als Spiel bauen kann. Also ich baue mir, also ich kenne meinen HR-Prozess, setze ihn aber neu auf in einer Spieleumgebung und kann dadurch HR-Prozesse einfach spielend in unser Leben bringen oder machen. Das ist zum Beispiel der wunderbare, Wie heißen noch mal diese Schulung da die Datenschutzschulung, oder so sowas könnte ich da als...

00:05:35: Pia Büßecker: Compliance.

00:05:36: Robindro Ullah: Compliance! Super, genau. Abbilden. Dann habe ich die Kategorie Ingame. Die sehe ich immer häufiger, dass Leute tatsächlich oder Unternehmen Werbung in Spielen schalten oder einfach Influencer nutzen oder aber auch zum Beispiel Outplayed. Das ist ja quasi ich verändere das Spiel nicht, sondern ich beteilige mich an einem bestehenden Spieltitel und mache damit. Und das letzte und da bin ich super gespannt auf deine Meinung und deine Insights, ist ich habe es einfach nur "The Game" genannt, nämlich was wir glaube ich nach wie vor viel zu sehr unterschätzen ist, dass Spiele einfach auch Kompetenzen schulen, die wir in der Arbeitswelt brauchen. Und habe da mal das Bild aufgemacht. Wo genau ist denn der Unterschied zwischen einer Führungskraft, die Remote Teams führt und einem Gamer/Gamerin, die auch ein Team remote führt? Vielleicht das mal so als kleine Einstiegsfrage für dich. Siehst du da Unterschiede in den Kompetenzen, außer dass die Führungskraft vielleicht sogar disziplinarisch verantwortlich ist und damit noch einen Hebel mehr hat?

00:06:45: Pia Büßecker: Ich würde tatsächlich sagen, dass für die Führungskraft, die gleichzeitig auch Gamer ist, das deutlich authentischer und einfacher von der Hand geht, weil sie es schon immer gewohnt ist, in virtuellen Welten zu funktionieren. Mit Remoteteams diese zu steuern, zu wissen, wer worin seine Fähigkeiten hat und auch vielleicht eben noch Potenziale sieht, die aber auch von der Ferne aus zu steuern. Ich glaube, es ist eine viel niedrigere Schwelle, davon überzeugt zu sein, dass man das beste Team auch virtuell steuern kann, wenn man das gewohnt ist. Auch wenn man es spielerisch gelernt hat. Ich habe da dich im Kopf, der sagte nur weil Fähigkeiten in einem virtuellen Raum trainiert oder gezielt ausgeübt werden, sind sie nicht weniger real. Das sagtest du auf dem Panel bei Outplayed. Und exakt das ist es. Es ist nur ein Teil derer DNA, weil sie lernen, damit umzugehen. Und genau das ist es auch, weshalb ich das so unterschreiben würde. Ich würde vielleicht hin und wieder Ergänzungen machen, die aber nicht so relevant sind, als dass man sie jetzt ansprechen müsste. Deshalb würde ich genau das sagen, würde noch eine Abgrenzung dann an der Stelle machen, nämlich von Gaming zu eSport. Tatsächlich, weil der eSport doch noch deutlich komplexer und schnelllebiger ist, weshalb das Thema Kollaboration und Anpassungsfähigkeit super wichtig ist und ist und trainiert werden kann. In einem eSport Titel unter eSport versteht man den kompetitiven Teil von Gaming, also den Teil, in dem es Strukturen, Ligen, Cups gibt, wie zum Beispiel auch Outplayed, wo am Ende ein Gewinner da steht, wo es Regeln gibt, wo viel mehr Struktur dahinter steckt. Und deshalb würde ich 100 % da mitgehen und würde eben auch noch mal, um die Eingangsfrage zu beantworten, behaupten, dass der Gamer, der Remote Team steuert, es leichter hat, weil es sehr viel natürlicher für ihn oder sie ist.

00:08:48: Robindro Ullah: Ich würde, glaube ich, sofort. Insbesondere, weil ich glaube, auch tatsächlich das Fehlen des disziplinarischen Hebels befähigt den Gamer, die Gamerin die sozusagen Teams führt dazu, sich auf andere Arten und Weisen, Motivation, Zusammenhalt, etc. zu überlegen. Natürlich gibt es beim Gaming dann auch die Gamer Anreize, die ich vielleicht im Job gar nicht so habe. Aber das fand ich schon sehr, sehr spannend. Jetzt war noch mal eine Frage, aber ich glaube, in unseren Zahlen sehen wir zum Beispiel, dass die Zielgruppe, die diesen Podcast hört, gar nicht so Gameaffin ist. Daher kannst du mal einen typischen eSports Titel nennen.

00:09:30: Pia Büßecker: League of Legends ist vermutlich der, der den meisten etwas sagt. Dann würde ich weitergehend zu Counterstrike, leider in der falschen Ecke. Vermutlich auch für einige HörerInnen was gleich schon mal ein Appell ist. Beschäftigt euch gerne damit und räumt ein paar Vorurteile vielleicht nach hinten oder beschäftigt euch vor allem mit der Zielgruppe derer, die die Spiele spielen und stellt dabei ganz natürlich fest, dass vieles davon einfach nicht stimmt. Auch wissenschaftlich belegt. Und das geht dann natürlich weiter. Valorant also von von Riot, einem der größten Publisher, auch aus dem Egoshooter Genre das Spiel schlechthin. Ich glaube auch, dass es das Spiel der Zukunft ist im eSport. Natürlich gepaart mit denen, die es gibt. Dann gibt es Dota als riesiger Titel auch schon deutlich älter und World of Warcraft. Sehr spannender Titel, auch. Gerade wenn man diese Übersetzung stattfinden lassen möchte. Zu Gaming und Company, weil es ist nichts anderes, wenn man sich den Titel anschaut und auch da wieder die Fähigkeiten.. Ich habe, das muss ich an der Stelle erzählen, das war nämlich heute Talentpro. Wir saßen in unserer Gaming Lounge und es kam ein Recruiter von einer Firma, der sagte, Ich war auch in World of Warcraft verantwortlich für das Recruiting der Talente im Team und ich war nur so Ja, genau das sind die Stories, die, die wir schreiben möchten.

00:10:53: Robindro Ullah: Ja, sehr geil. Ich meine, wenn er die Kompetenz eh hat, warum nicht?

00:10:56: Pia Büßecker: Genau. Genau. Die Frage ist nur, woher hatte er sie Ingame eben festgestellt und dann in den Job des Recruiters gegangen?

00:11:04: Robindro Ullah: Henne Ei Prinzip.

00:11:06: Pia Büßecker: Klassiker.

00:11:07: Robindro Ullah: Aber ja, ja krass. Aber vielleicht für alle Zuhörenden. Und ich kann die Slides jetzt im Stream gar nicht einblenden, aber was ich noch an Daten dabei hatte, war die durchschnittliche Anzahl an Spielminuten pro Tag, was ich super spannend finde und was glaube ich vielen gar nicht so bewusst war. Wir hatten es in der vorherigen Gespräch auch kurz mal angesprochen. Gaming kann durchaus ein super relevanter Kanal sein. Vielleicht habt ihr nicht sofort eine Idee, wie ihr den nutzt, aber ihr müsst euch immer vorstellen, eure bisherigen Kanäle konkurrieren definitiv gegen diesen Kanal, und zwar klassischer Weise haben wir sehr, sehr häufig Unternehmen, die Kanäle gegeneinander aufgrund der Wichtigkeit abwägen. Man muss aber, um es sinnvoll zu tun, nicht nur die Wichtigkeit abwägen, sondern auch die sozusagen die Zeit, die die Person auf den Kanälen verbringen. Und ein Kanal, der hochwichtig ist, aber auf dem man nur fünf Minuten am Tag ist, würde im Vergleich zu Kanal Nummer zwei oder drei, auf dem ich aber zwei Stunden am Tag bin, abstinken sozusagen. Also ich sollte mir dann die Überlegung, Ah, das ist der Wichtigste.. Ja, nee, den wichtigsten solltest du dann nicht nehmen. Du solltest eigentlich den nehmen, der maximal wichtig ist und zeitgleich die höchste Verweildauer hat. Und wir haben festgestellt über unsere Befragung, Beispiel: Schüler und Schülerinnen spielen 109 Minuten am Tag. Was ich nicht überraschend finde, aber ich habe auch früher super viel gespielt. Bei mir hat es ein bisschen abgenommen durch meine Kinder. Studierende sind bei 79, durchschnittlich 79 Minuten pro Tag. Und der Knaller fand ich eigentlich war. Akademiker. Akademikerinnen haben 63 Minuten am Tag. Das müsste einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist ein Hauptanteil an der Freizeit, die ich am Tag überhaupt zur Verfügung habe. Jetzt haben wir aber eine relativ hohe Streuung. Das ist jetzt der Durchschnitt über alle Zielgruppen. Wenn man in die IT-Berufe reinguckt, schnellt diese Zahl teilweise hoch auf 90 Minuten am Tag. Und das ist natürlich genau die Zielgruppe, mit der ihr euch auch häufig beschäftigt, oder?

00:13:19: Pia Büßecker: Ja, kann man schon so sagen. Also auch da eben immer wieder diese Korrelation festzustellen zwischen dem Hobby Gaming, das für uns weitaus mehr ist als ein Hobby und das Unwort Daddelei, sondern eben Zugang zu wertvollen Erkenntnissen und Fähigkeiten. Mint Hintergrund zweifelsohne total viele, die Tech affin sind, sind auch die, die sich dem Gaming hingezogen fühlen, wenn gleich man sagen darf, dass sich das natürlich ändern wird. Also gucken wir uns den demografischen Wandel an, das wird nicht so bleiben. Jetzt schon spielen 94 % der Gen Alpha, was ja die SchülerInnen sind, und die werden sicher nicht alle in den MINTberuf gehen. Natürlich zunehmend. Mehr, als wir es jetzt kennen. Aber absolut und auch... Es gibt sogar tatsächlich eine Studie darüber, dass 30 % wahrscheinlicher ist, dass du einen Universitätsabschluss machst, wenn du gamest, was ich auch erstaunlich finde.

00:14:15: Robindro Ullah: Krass. Ja, okay.

00:14:19: Pia Büßecker: Und genau. Ich kann das eins zu eins so bestätigen. Ich hatte eben hatten wir schon mal ganz kurz drüber, nämlich dass bei dem Cup Outlet, also ein einzelnes geschlossenes Format, bei den Mitarbeitenden Arbeiten allein 54,7 % ein Informatik und Technik Background haben und in der Gesamteinheit, also von über 200 weit über 200 Mitarbeitenden, die mitspielen. 76,5 % mindestens einen Bachelor haben.

00:14:50: Robindro Ullah: Und das ist schon echt krass. Also es ist, glaube ich auch, nur eine Vermutung. Entgegen aller Klischees.

00:14:57: Pia Büßecker: 100 %. Ich glaube, eines der größten Klischees ist ja auch immer noch, dass wir darüber sprechen, dass Gaming eine Nische ist und die Zielgruppe Gamer total klein. Wenn man dann aber eben sagt, dass 2023 54 % aller Deutschen mindestens 2 bis 6 Stunden in der Woche spielen, dann glaube ich, übertrifft das auch schon jedes Vorurteil.

00:15:19: Robindro Ullah: Genau. Und ich glaube, dass es wirklich das ist so wie so ein altes Kaugummi, was du nicht vom Tisch ab kriegst, sondern total krasser Mythos, den du lange mit dir rumträgst. Es hat so was. So, das ist nicht seriös genug. Die daddeln nur. Stimmt. Das Wort ist schon so ein bisschen despektierlich und aber de facto. Ich habe die Zahlen nicht parat. Aber vielleicht du. Die Gamingindustrie hat die Musik und Filmindustrie in Kombi schon überholt. Ist größer als die beiden Industrien Film und Musik zusammen.

00:15:56: Pia Büßecker: Ja, 187 Milliarden $ weltweit. Esport ist natürlich nur ein kleiner Teil davon. Das darf man auch ganz klar sagen. Aber Gaming ist ein Multimilliarden, vor allem High Tech, Industrie, die so viele andere Industrien beeinflusst. Und ich kann mir das mittlerweile nicht mehr erklären, warum wir diesen Kaugummi nicht loswerden. Muss ich ganz ehrlich sagen. Und selbst die Generation, die nicht mit Gaming groß geworden sind, haben doch junge Leute im Umfeld, die sehen, dass das ein fester Bestandteil der Lebensrealität ist. Wir haben es ja auch vor. Vor 60 Jahren erlebt, als der Fußball. Vielleicht sogar noch mehr, aber ich würde sagen so um die 60 Jahre, so groß wurde und Betriebssport eingeführt wurde. Und Fußball, dass das Phänomen und Happening jedes Jahr, jedes Wochenende im Grunde ist und dass auch in unseren Unternehmen stattfindet. Warum sehen wir nicht, dass Gaming und eSport, darunter wiederum aufgeteilt in unterschiedliche Disziplinen, genau so eine Tragweite hat, sogar ergänzt um die Digitalisierung und das Internet? Also so viel mehr erreicht und Reichweite hat, wie es der Fußball zu der Zeit damals konnte?

00:17:11: Robindro Ullah: Ja, das ist ja immer so absurde Dimension mittlerweile. Und die Absurdität entsteht eigentlich erst dadurch, dass die Unternehmen und gerade auch die Personalbereiche das nicht sehen. Beispiel, heute Morgen beim Vortrag, keine Ahnung, wie viele Leute da waren, es war voll. Viele, auch gestanden.

00:17:27: Pia Büßecker: Sehr gut.

00:17:28: Robindro Ullah: Und wer ist denn Gamber/Gamerin? Vielleicht, also, ich weiß nicht, wie viele Leute da waren. Das kann ich schlecht abschätzen, weil wirklich umliegende Stände dann einfach auch zugeguckt haben. Vielleicht 50,60, 70 Leute und es haben sich, glaube ich, drei gemeldet.

00:17:45: Pia Büßecker: Ich würde jetzt gerne wissen, ob die drei wirklich die drei sind oder ob es noch ganz viele gab, die sich nicht getraut haben aufgrund der Historie.

00:17:55: Robindro Ullah: Könnte auch sein, ja.

00:17:56: Pia Büßecker: Dass was wir ganz oft wahrnehmen. Und jetzt versteht mich nicht falsch, aber wir verwenden gerne die Metapher der Pilze. Wenn man einen findet, findet man häufig ganz viele drumherum. Man muss sie nur nahrhaften Boden geben. Und ich bin mir sicher, dass wenn ihr die Studie fortführt und du die Frage nächstes Jahr stellst, dass sich vielleicht von den selben, die heute da waren, nochmal drei mehr melden, weil sie feststellen, dass es eine ernst gemeinte Frage ist und keine ist, weil ihr gerade auf auf ein Trendthema aufspringt, sondern weil es so wichtig ist, dass wir darin auch Zahlen finden, die das bestätigen und ihnen das Recht geben, sich melden zu dürfen.

00:18:33: Robindro Ullah: Das ist eine super Überleitung zu meiner nächsten These oder Frage, die ich in diesem Auftrag, in diesem Vortrag aufgebracht habe. Und zwar sind Games die neuen Social Networks? Wenn ich jetzt mal das ist nicht objektiv, sondern meine subjektive Wahrnehmung ist. Social Networks entwickeln sich immer stärker zu... Das waren sie eigentlich schon immer und wir hatten in den Social Networks immer die 90/9/1 Regel. Also einer produziert Content oder eine. Neun kommentieren Content und 90 konsumieren Content. Also was habe ich da an Social? Eigentlich ist es nur so Information, Belustigung, es ist eigentlich passives Konsumieren. Social Network war früher eigentlich viel mehr für mich. Viel stärker noch die Interaktion, schreiben, usw. Und das findet teilweise ja auch statt. Dann in den angeflanschten oder nebengelagerten Messengers. Aber die soziale Interaktion in dem Game ist ganz, ganz anders. Auch gerade je nachdem, was so an Gamern spielt. Also, ich spiele auch gerne mal Handheld im Zug oder sowas und dann habe ich keine soziale Interaktion. Aber so grundsätzlich jetzt. World of Warcraft oder sonst irgendwie. Ich habe den Eindruck, ich treffe mich da auch einfach mit meinen Freunden und habe tatsächlich Interaktion. Die ist zwar virtuell und dennoch sie ist da.

00:19:52: Pia Büßecker: 100 %. Das sind Lebensrealitäten, Communities, die sich ganz anders bilden. Und das Engagement dieser Communities funktioniert auch anders. Und das ist auch sehr spannend, weil das leitet sich ja irgendwie jetzt gerade und schwappt so über auf alles andere, was wir machen. [Hustet] Entschuldigung. Dass wir uns daran eigentlich bedienen, weil wir diese Social Engagement das ist eine Reihe, die wir als feste KPI schon ganz oft als Einzug in unsere Reports betrachten können. Und in dieser Zielgruppe ist das total wichtig und funktioniert auch ganz anders. Also wenn wir uns Knossi anschauen, als ich würde mal sagen, so der der Streamer schlechthin, Vielleicht jetzt nicht der Gamer, aber der Streamer, der hat ja eine riesen Community und engaged die über so viele unterschiedliche Wege, dass wir das hier eigentlich erreichen wollen als Unternehmen auch. Und ja, das sind, das sind Freundschaften, die darüber entstehen auf der ganzen Welt. Da passiert so viel mehr drumherum. Und wenn man sich dann die Offline Happenings zu den Online Online Geschichten anschaut, dann ist das wie ein Klassentreffen. Und ja, ich glaube, das ist absolut das Medium. Ich muss kurz die Flasche holen.

00:21:04: Robindro Ullah: Kein Problem. Also kurze Trinkpause für die Pia, und... Solange kann ich schon mal gleich die nächste Theorie in den Ring und in den Raum werfen. Keine Theorie, sondern wie ich auch noch mal kurz mit der Pia darüber sprechen wollte. Und zwar wird es immer leichter Spiele zu bauen und zu kreieren und wie du die Schnelllebigkeit von Spielen einschätzt. Ich habe als Beispiel meinen Vortrag Content Warning gehabt, was mega gehyped wird, aber ich glaube, der Hype wird auch wieder vorbeigehen, weil es nicht so die Tiefe hat wie League of Legends. Vielleicht nicht, aber World of Warcraft. Also wie viel Invest auch von einem Entwickler darein geflossen ist oder von einem ganzen Team in so dem Aufbau von dem Spiel und du aber auch viele einfach kurze kleine Spiele hast. Und bei den Zahlen, vielleicht noch mal kurz für euch zur Information, wir haben nicht nach Gaming allgemein gefragt, sondern wirklich nach Computer Gaming. Nicht inbegriffen Mobile Gaming. Also die Zahlen wären noch höher, wenn Candy Crush dabei wäre.

00:22:17: Pia Büßecker: Absolut. Mit Sicherheit sogar und auch der Schnelllebigkeit. Ich weiß nicht. Steam veröffentlicht, glaube ich, 100.000 Spiele in kürzester Zeit. Da würde ich auch super gerne den Vergleich von Deutschland zum Internationalen sehen, weil in Deutschland noch immer auch die Gamesförderung eine ganz andere ist als auf internationaler Ebene. Ich glaube, es wird immer große Publisher geben, wie wir Riot Game zum Beispiel aktuell erleben. Und ich glaube, die werden auch so das Rennen machen, langfristig, und die bestehenden Spiele einfach unfassbar heftig in Szene setzen und weiterentwickeln. Ich glaube dennoch, dass Spiele und um da vielleicht auch die Brücke zum Thema HR zu schlagen, super spannende Tools sind, derer wir uns bedienen können. Wenn wir wissen, welches Bedürfnis und welches Ziel wir damit erreichen möchten. Sei es ein Teambuilding Thema, sei es Mitarbeiterbindung, sei es aber auch Recruiting. Und ich finde das so spannend, weil das auch wieder Einfluss auf diese Skills nimmt, die die Gamer trainieren. Diese Schnelllebigkeit, dieses immer sich ändernde Meta Game, dem man sich anpassen muss durch ständiges Lernen, strategisches Denken, Kollaboration, um darin weiterzukommen. Und es liegt so ein bisschen in der Natur des Gamers, auch ganz viel auszuprobieren innerhalb seines Genres und deshalb wird es schnelllebig sein. Zweifelsohne. Ich glaube, auch durch weitere Technologien wird es immer immersiver werden. Stichwort Metaverse, Real Engines, usw, die Vorreiter sind. Also wir reden hier über ein High Tech Topic, das Maßstäbe für die gesamte Filmindustrie setzt. Es gibt Serien, die verfilmt werden aus Spielen. Also es wird so um dieses Thema viel mehr passieren. Gleiches gilt auch wieder umgekehrt für Lego, wo es ganze Linien in Anlehnung an Spiele gibt. Filme, die in ein Game übersetzt werden. Herr der Ringe als Spiel. Harry Potter, usw. Also ich glaube die Gamingindustrie wird eine der schnelllebigsten, ist sie schon. Live Sport Entertainment Branchen der Welt ist sie, wird sie bleiben, ja.

00:24:30: Robindro Ullah: Wird einfach noch weiter ausgebaut werden. Das glaube ich auch. Du hast eben gerade was angesprochen, wo wo ich dann sozusagen den Abschluss des Vortrags drin gefunden habe und zwar das ganze Thema Skills. Also welche Skills werden eigentlich durch welche Spiele geschult, gefördert, gefordert? Auch ganz viel und wir haben uns dem Thema ein bisschen anders genähert. Wir haben gefragt und zwar fanden wir ganz spannend. Würdest du lieber Gamer/Gamerin Skills, die du im Spiel erworben hast, im CV erwähnen? Im Sinne von, Ja klar, ich habe drei Jahre WoW Erfahrung oder Spiele seit x Jahren League of Legends und tatsächlich war es sehr, sehr spannend. Schüler und Schülerinnen, die viel mehr Erfahrung wahrscheinlich haben und auch in einem Lebensabschnitt damit in Kontakt kommen, wo du wirklich sehr nachhaltig diese Skills dann schon früh aufbaust und trainierst, waren viel zurückhaltender. Nur 18,2 % haben gesagt, dass sie Gaming Erfahrung in ihrem Lebenslauf platzieren würden. Aus dem genannten Grund glaube ich, das haben wir jetzt so explizit nicht abgefragt, den du schon genannt hast, dass vielleicht sogar dir zum Nachteil reicht, wenn jemand sieht, du daddelst die ganze Zeit nur.

00:25:48: Pia Büßecker: Ja.

00:25:48: Robindro Ullah: Und bei noch viel überraschender war für mich dann aber die Antwort der Akademiker und Akademikerinnen, nämlich 35 % Macht total Sinn. Klar. Meine Skills die ich im Spiel täglich trainiere und weiter ausbaue, warum sollte ich die nicht auch auf meinen CV schreiben? Also ich kann das ja.

00:26:07: Pia Büßecker: Ich finde das total spannend, weil allein die Spieleauswahl schon über jemanden total viel sagt, ich gehe gleich noch mal näher darauf ein, was ich damit konkret meine. Dann die Art und Weise, wie viel Zeit ich damit verbringe, sagt ja auch schon, dass ich, wenn ich mich für etwas begeistere, sehr viel Zeit damit verbringe. Natürlich. Wir brauchen wirklich nicht darüber diskutieren, dass das bestimmte Maß immer auch die Norm regelt und dass es wichtig ist, da natürlich vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen ein Auge drauf zu haben. Aber wenn ich viel Zeit in etwas investiere und dabei hoch hinaus kommen kann, warum sollte man was dagegen haben, wenn entsprechend dazu die Noten nicht auch stimmen? Um bei den SchülerInnen zu bleiben. Wenn ich zum Beispiel behaupte, dass ich oder nicht behaupte, es ist so, im Handball in der Bundesliga gespielt habe, dann war das auch damit verbunden, dass ich jeden Tag mindestens drei Stunden trainiert habe. Und das wurde mir immer sehr positiv angesehen. Ich muss ja dann zwangsläufig ein Teamplayer sein. Ich muss ehrgeizig sein, ich muss resilient sein. Um auf die Fähigkeiten zurückzukommen. Ja. Bin ich. Aber wieso ist das von einem Handballer, einem Fußballer, zu einem eSportler unterschiedlich wertvoll? Denn das ist es nicht. Und jeder, der mal am PC saß. Das ist sogar bei der Arbeit so, wenn ich es nicht schaffe, den Ausgleich dazu zu finden, indem ich mich ordentlich bewege, esse und schlafe, dann schaffe ich es auch nicht zu performen.

00:27:32: Pia Büßecker: Das ist Fakt. Und wenn ich das in mein CV schreiben kann, dass ich super, im eSport würde es bedeuten High Rank Spiele, oder auch nicht high ranked, sondern gar nicht competitive, dann sagt das schon so viel über die Persönlichkeit, aus derer man sich im Unternehmen bedienen kann, was wir nicht tun. Und wichtig ist diese Erkenntnis und diese Einsichten, die man darüber erlangen kann, die wir übersetzen möchten. Genau dafür haben wir, haben wir die Plattform und auch das wissenschaftliche Framework entwickelt, um das zum Ausdruck zu bringen, dass man ein Spektrum erkennen kann. Wie reagiert jemand, wenn wir uns zum Beispiel den Faktor Problemlösung, etwas, was wir tagtäglich auf der Arbeit brauchen, im Spiel genauso erkennen können und die Frage uns beantworten können, Wie geht jemand damit um, wenn er vor Problemen steht? Ist er eher jemand, der auf emotionaler Ebene das Team versucht aufrechtzuerhalten und zu motivieren? Oder ist er jemand, wie wir ihn nennen würden, ein Tank, der sich direkt auf das Problem stürzt und eine Lösung versuchen möchte, dann sind das zwei unterschiedliche Fähigkeiten, die nicht eine höhere Wertigkeit haben, sondern beide total wichtig sind. Was man sehen kann, beobachten kann in einem wahnsinnig authentischen Umfeld, während man spielt.

00:28:47: Robindro Ullah: Hoch spannend. Insbesondere weil ich ja dann eventuell, also das sind ja jetzt nur Überlegungen, wie die Zukunft aussehen könnte, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass ich irgendwann sozusagen so eine Art Cheat Sheet als Recruiter habe. So also League of Legends folgende Kompetenzen. World of Warcraft folgende Kompetenzen. Spiel XYZ folgende Kompetenzen. Das ich gleich so eine Art Brücke habe zwischen, die Person hat angegeben, sie spielt seit drei, vier Jahren X und ich kann gleich mir angucken, zahlt das überhaupt auf meine Kompetenzanforderungen auch ein, die ich für den Job habe?

00:29:23: Pia Büßecker: Das und allein der Entry in so einem Gespräch, Wenn ich sage, ich habe gesehen, du spielst World of Warcraft, welche Rolle hattest du denn? Und dann sagt er oder sie, ich bin, ich war Gildenleiter, dann weiß ich sofort als Recruiter und dafür muss ich das Spiel nicht gespielt haben. Dann muss ich mich nur ein bisschen damit beschäftigt haben, dass er sie absolute Kompetenzen der Teamführung hat. Ob die wahnsinnig ausgeprägt sind, hängt natürlich von der Seniorität ab. Aber die Tatsache, dass sich jemand damit beschäftigt, das ist nichts anderes als als der Geschäftsführer, Teamleiter, Gruppenleiter im Unternehmen. Und das ist super spannend und ermöglicht es vor allem jungen Menschen einen ganz anderen Einstieg in das Gespräch. Ein viel authentischeres, weil man die da erreicht, wo sie eben sind und ihnen auch das Gefühl gibt, dass das es es wert ist, in den Lebenslauf zu schreiben, dass man gerne spielt.

00:30:15: Robindro Ullah: Absolut. Ich finde es auch so! Also ich vielleicht auch. Noch mal der Hinweis Es geht gar nicht darum, dass plötzlich alle anfangen zu spielen. Ihr müsst nicht spielen, wenn ihr nicht wollt. Aber diese Kompetenz zu haben, so was abzuleiten und da auch die, die Brücken zu schlagen zwischen Skills im Beruf und Skills, die quasi im Spiel ausgeprägt werden, ist super spannend. Wir haben übrigens dann auch einfach mal gefragt, liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen unserer Studien, was für Skills sind denn das, von denen ihr glaubt, dass ihr sie ausprägt? Und ich fand es bis auf die Top, also teilweise Top eins, aber Top eins und Top zwei ebenfalls sehr, sehr nah beieinander. Aber Top eins Antwort fand ich ein bisschen lustig. Und zwar sind es physische Fertigkeiten, also Hand und Fingerfertigkeiten. Also eher so in Richtung Reaktionsschnelligkeit und sowas. Was ich aber auch spannend fand. Also wenn du Ausbildungsberufe hast, gibt es ja durchaus. Also werde mal Goldschmied. Wo feine Fingerfertigkeiten absolut gefragt.

00:31:19: Pia Büßecker: Arzt.

00:31:19: Robindro Ullah: Ja, Arzt natürlich, Chirurg, etc. also es gibt durchaus Berufe, wo physische Fertigkeiten auch in Zukunft noch gefragt sind.

00:31:29: Pia Büßecker: Und ein bisschen Offtopic. Aber ist es nicht auch irgendwie spannend, dass wir noch eine Debatte darüber führen, dass eSport kein Sport ist, aber dass die größten Kompetenzen laut Gamern die sind der der physischen Kompetenz? Also ich finde das totalen Widerspruch, dass wir darüber diskutieren, dass eSport Sport ist und damit nicht den Weg in die Gemeinnützigkeit findet, damit nicht der strukturierte eSport eSport ausgebaut werden kann. Aber die Gamer selbst. Also mal wieder ein Paradebeispiel dafür, dass man die Zielgruppe selbst irgendwie nie gefragt hat. Was braucht man eigentlich, um erfolgreich zu sein? Weil, würde man das sehen und auch akzeptieren, dann würden wir gar nicht mehr darüber diskutieren. Weil im Schach ist es das ja auch. Also es sind ja sehr viele parallele Fähigkeiten, kognitiv und.

00:32:22: Robindro Ullah: Und strategisch.

00:32:23: Pia Büßecker: Und strategisch genau. Finde ich also super spannend.

00:32:26: Robindro Ullah: Genau. Punkt 2. Die Punkt 2 von den angesprochen von den Teilnehmenden sind soziale Interaktion, Teamabstimmung, Kommunikation, etc. Also dass über fachliche Qualifikationen um im Team zu arbeiten. Fand ich auch sehr naheliegend ist auch das, was wir schon erwähnt haben. Aber Punkt 3 fand ich, habe ich gar nicht so dran gedacht. Aber Umgang mit Stresssituationen, das ist natürlich Gold wert.

00:32:53: Ja.

00:32:54: Ja, dass im Beruf immer häufiger der Fall, je schneller die Entwicklung, Uhren ticken, Umsatzdruck, usw. Gibt einfach viele Situationen im Beruf, die Stress auslösen. Und tatsächlich ist es so wir werden auch, Stichwort Resilienz. Es können gar nicht mehr so viele damit so gut umgehen. Aber wenn ich das im Spiel trainiere, dann habe ich auch einen geringeren Puls im Beruf.

00:33:19: Pia Büßecker: Hundertprozentig würde das sofort unterschreiben und widerspiegelt auch tatsächlich unser wissenschaftliches Metaframe, das wir unterteilen in Personal, Mastery und Team Synergie. Also dass ich als Individuum mitbringe und wie ich es im Team einsetze. Und das Thema Stress oder Umgang mit Stress und Resilienz und Resilienz ist ja eher so ein bisschen auf der Seite der Personal Mastery, wie schaffe ich das? Weil irgendwie scheitere ich, wenngleich ich auch im Team scheitere. Aber ist irgendwie total individuell, wie man selbst damit umgeht und wie man das ausmacht mit sich und dann im Umgang mit dem Team. Aber genau das ist das, was man in nahezu jedem eSport Titel oder in jedem eSport und in vielen Gaming Titeln erkennen kann, ohne das man selbst das je gespielt haben muss. Man merkt es, man hört es, wenn man in die Teams reingeht, wie wie gerade die Stimmung ist und was passiert wenn man verloren hat. Und ich glaube jeder der gerade zuhört, wenn er sich in die Situation versetzt, zu verlieren, welche Persönlichkeit dann von einem zum Vorschein kommt. Es ist so viel aussagekräftiger als jedes bestehende klassische Assessment, wenn man weiß genau, ob diese Person mit dem Umgang davon in mein Team passt und ob das klappt oder nicht.

00:34:37: Robindro Ullah: Wäre ja auch spannend, denn Top Nummer vier ist: Frustrationstoleranz, die genannt wurde. Was natürlich, also wie gehst du mit Niederlagen um und kannst du damit umgehen? Und was macht das mit dir? Und das finde ich hochgradig spannend. Was ich zum Beispiel. Früher habe ich das nicht immer sofort gecheckt. Ich hatte schon ziemlich früh Kontakt zum VCs und Investoren und die teilweise schon gucken, ist so ein Gründer schon mal gescheitert? Was macht das mit dem, sozusagen jungfräulicher, Erstgründer, Gründerin? Und was passiert, wenn es nicht klappt? Und wie geht er dann mit schwierigen Situationen um, usw. Alles Dinge, die ich jetzt quasi über, was heißt jetzt, schon früher über Spiele, vielleicht vorher schon erkennen oder auch mir ein Bild draus machen.

00:35:27: Pia Büßecker: 100 %. Und zwar total authentisch, weil du kannst dich nicht verstellen. Also das ist ja nichts, was man jetzt, um auch auch bei deinen Beispielen zu bleiben, die du, die du vorher in die Kategorien, in die du es aufgemacht hast, zu unterteilen, dann ist es eben nicht ein bestehender Prozess, der in Anführungszeichen den Mantel eines Spiels gepackt wird, sondern es ist das Spiel und wir gucken uns die Softskills darin an in einem. Es ist natürlich kein natürliches Umfeld, weil ein Spiel ist per se kein natürliches Umfeld. Aber die Handlungen, die du darin tust und die Entscheidungen, die du triffst, sind natürlich und nicht gespade. Die sind also unverfälscht, weiß, frei, wie sie nur sein können. Und das ist natürlich sehr spannend zu sehen und daraus dann Rückschlüsse zu ziehen, mit welcher Wahrscheinlichkeit du dann auch so im realen Leben, im Falle einer Niederlage umgehen würdest.

00:36:19: Robindro Ullah: Genau das ist vielleicht nicht so leicht nachvollziehbar für Nongamer und Gamerinnen, aber man muss sich nur mal vorstellen, Zeit ist ein sehr hohes Gut und diese Menschen haben sehr viel Zeit in ihre Fähigkeiten, ihr Spielegame gelegt und investiert, so dass wirklich Niederlagen sehr hart treffen können.

00:36:36: Pia Büßecker: Ja, es gibt ja bestimmte Spielmodi, da ist es tatsächlich so, dass man sehr viel Zeit rein investiert. Und du der sogenannte Hardcore Mode wenn du eine falsche Entscheidung triffst, dann verlierst du alles. Alles, was du bist zu dem Zeitpunkt erarbeitet hast. Und wir reden hier wirklich von Arbeit. Das ist nicht so, dass es einem entgegenfliegt. Es ist sehr, sehr spannend dann zu sehen, weil da bricht für den Moment für einige erstmal alles zusammen.

00:37:04: Robindro Ullah: Glaube ich sofort. Also das sind Dinge, die ich tatsächlich jetzt, nachdem ich Ich bin, ich sag mal jetzt gerade so, mal so Hobbygamer, mit so also wirklich so eher so Beschäftigungsspielen, während Zeitlücken. Aber früher als Jugendlicher, Alter!

00:37:22: Pia Büßecker: Ich glaube, dass aber da in dir dann schon auch selbst wenn du irgendwie das Partygame spielst oder kurz die Zeit überbrückst, du dich schon auch nicht damit zufrieden gibst, jetzt einfach mal nur ein bisschen Zeit "verdaddelt" zu haben.

00:37:35: Robindro Ullah: Das absolut, man will ja auch Sachen erreichen.

00:37:38: Pia Büßecker: Genau. Und das widerspiegelt sich ja schon auch in allem, was du sonst eben machst. Und auch wenn man sich deinen Werdegang anschaut, dann , ja, ist es ist eins zu eins übersetzbar. Natürlich mit einem Spielraum. Zweifelsohne. Aber ich glaube, im Kern ist es eins zu eins zu übersetzen.

00:37:59: Robindro Ullah: Ja. Cool. Wir kommen ans Ende unserer Zeit. Ich möchte ganz herzlich danken. Es war leicht, spontan habe ich die Pia hier in das Talent Pro Podcast, in die Podcastlounge heißt es hier, Podcastlounge gezogen und vielen, vielen Dank. Hammer Insights, die du uns gegeben hast, war glaube ich auch hoffentlich für alle Hörer und Hörerinnen ein guter Mehrwert. Bitte folgt Pia auf LinkedIn und auch Meta Games folgt gerne dem HR Tec Talk auf Spotify oder allen möglichen anderen Plattformen, auf denen wir ausstrahlen. Und bitte gerne Feedback. Entweder hier im Livestream direkt oder eben auf LinkedIn, wo wir auch immer wieder teilen, welche Episoden wir veröffentlichen. Also, liebe Pia, vielen, vielen Dank für deine Zeit, dass du dich bereit erklärt hast, hier das mitzumachen. Und bis bald.

00:38:55: Pia Büßecker: Bis dann. Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.