Live von der TalentPro: Recruiting Basics - Was der Fachkräftemangel mit Basics zu tun hat

Shownotes

In dieser Episode von Recruiting Basics geht es um das Thema Fachkräftemangel. Die Gastgeber Artur Reich und Stefan Berndt diskutieren, was Fachkräftemangel bedeutet und wie es oft als Ausrede für andere Probleme verwendet wird. Sie stellen fest, dass es tatsächlich nur in bestimmten Berufen einen echten Fachkräftemangel gibt, wie zum Beispiel im Handwerk. Sie betonen die Bedeutung von Kulturarbeit in Unternehmen, um attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeitende langfristig zu binden. Außerdem diskutieren sie die Rolle von Berufserfahrung bei der Einstellung und plädieren dafür, mehr auf methodische Kenntnisse und Eignungsdiagnostik zu achten. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, wie Unternehmen den Mythos des Fachkräftemangels überwinden können.

Kernaussagen:

Fachkräftemangel wird oft als Ausrede für andere Probleme verwendet In bestimmten Berufen gibt es tatsächlich einen echten Fachkräftemangel Kulturarbeit in Unternehmen ist wichtig, um attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen Berufserfahrung allein ist kein zuverlässiger Indikator für die Eignung eines Bewerbers Methodische Kenntnisse und Eignungsdiagnostik sind wichtiger als Berufserfahrung Links Artur und Stefan:

Artur https://bit.ly/Artur_Reich

Stefan https://www.linkedin.com/in/sberndt/

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:07: Eine weitere Episode von Recruiting Basics.

00:00:11: Heute von der Talon Pro hier in München an Tag eins.

00:00:16: Recruiting Basics nicht ohne Arthur.

00:00:18: Moin.

00:00:19: Grüß dich, Stefan.

00:00:20: Wir sitzen hier in der Podcast-Lounge und haben lange überlegt, was wir heute hier machen.

00:00:25: Wir haben auch die Community nochmal gefragt, ob es irgendwelche Themen gibt, die wir in unserem Podcast Recruiting Basics einfach klar praxisnah nochmal tiefer beleuchten sollen.

00:00:37: Der schöne ist, da kam nix.

00:00:40: Also machen wir alles richtig.

00:00:41: Ich glaube, wir machen vieles richtig oder die Leute trauen sich nicht.

00:00:45: Und dann machen wir einfach das Thema, was wir unfassbar gut vorbereitet haben, weil wir auch immer so unfassbar gut vorbereitet sind.

00:00:51: Ja.

00:00:52: Was machen

00:00:53: wir?

00:00:53: Fachkräftemangel.

00:00:55: Wir machen Fachkräftemangel bzw.

00:00:58: Wollen in den nächsten dreißig vielleicht auch forty fünf Minuten.

00:01:01: wir haben hier nerren freiheit was die zeit angeht.

00:01:03: heute ist schön aber ihr wisst ja wir versuchen die dinge auf den punkt zu bringen.

00:01:09: Und am ende hat artus sicherlich auch wieder seine mittlerweile glaube ich schon fast berühmte frage wie wird das jetzt quasi in die praxis umsetzen können?

00:01:17: die wirst du hundertprozentig bringen.

00:01:21: Wir machen Fachkräftemangel für mich.

00:01:25: Unerklärlich warum.

00:01:27: dass noch nicht Unwort des Jahres geworden ist.

00:01:31: Und jetzt bin ich wirklich schlecht vorbereitet, ich weiß nicht, ob das schon mal Unwort des Jahres geworden ist, bestimmt nicht.

00:01:35: Es sind andere Worte geworden, aber Arto, du bist noch mal etwas näher dran an der ganzen Thematik als ich.

00:01:42: Was verstehst du unter Fachkräftemangel nicht?

00:01:46: Nicht.

00:01:49: Was ich unter Fachkräftemangel nicht verstehe, ist der allgemeine Mangel von irgendwelchen Leuten.

00:01:54: Also für mich, auch da fängt es an.

00:01:56: Was ist eigentlich eine Fachkraft?

00:01:58: Weil da machen sich gar nicht so viele Gedanken zu.

00:02:01: Und für mich ist eine Fachkraft, und dann kommen wir einem Mangel auch wirklich näher, ist jemand,

00:02:07: der

00:02:07: eine Berufsausbildung gemacht hat.

00:02:09: Ja, also das ist kein akademischer Laufweg, den man dann gewählt hat, also nicht irgendwie Bachelor Master und Berufserfahrung, sondern eine echte Fachkraft ist jemand, der egal welchen Beruf gelernt hat, ob da noch ein Techniker und ein Meister hinten dran kam.

00:02:26: so definiere ich für mich und da gibt es auch andere Definitionen von Fachkräften.

00:02:31: Wenn man natürlich sagt Fachkräfte ist irgendwie alles, jeder der sich irgendwie bewegt und arbeitet, dann macht das das Ganze auch wirklich sehr kompliziert und aber auch nicht sehr treffend.

00:02:42: Und was ist Fachkräftemangel?

00:02:45: nicht für mich?

00:02:47: Es ist nicht der Mangel an der Fähigkeit, sich an die Realität da draußen anzupassen.

00:02:54: Wer noch rekrutiert wie vor fünfzig Jahren, der hat keinen Fachkräftemangel, der hat irgendwie einen Wandelmangel an sich und unter dem Deckmantel des Fachkräftemangels verschleiert man seine eigene Unfähigkeit.

00:03:05: Also ich verspitz das jetzt mal super krass, aber irgendwie kommt mir das manchmal so vor wie so ein Button, den du hauen kannst, wenn irgendwas Bescheiden läuft, sagst du, ich kann auch gar nichts dafür, es liegt doch nur am Fachkräftemangel.

00:03:18: Und so ist es

00:03:20: einfach nicht.

00:03:23: An der Stelle könnte man direkt diesen Podcast beenden, weil das war fantastisch.

00:03:28: Geht einfach Kart.

00:03:30: Nein, machen wir natürlich nicht.

00:03:31: Wir versuchen das Ganze nochmal ein bisschen weiter in den Kontext zu bringen.

00:03:34: Ich

00:03:35: bin voll bei dir, was dieses Dammockless-Schwert Fachkräftemangel insgesamt angeht, weil es wird tatsächlich für alles genutzt.

00:03:43: Ich glaube, wir stehen kurz vor der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land.

00:03:46: Ich darf jetzt hier am Freitag tatsächlich das ehemalige Öffnungsspiel sehen und ich bin mir relativ sicher.

00:03:51: Wenn wir das verlieren gegen die Schotten, dann war es auch der Fachkräftemangel.

00:03:54: Ganz sicher.

00:03:55: Ich wüsste auch gar nicht, was das so ist.

00:03:56: Nee, was

00:03:56: willst du auch anderes machen?

00:03:58: Also du kriegst mit dem Fachkräftemangel kannst du sämtliche Themen irgendwie erklärbar machen, was natürlich vollkommener Bullshit ist.

00:04:08: Und ich fand deine Erklärung auch nicht überspitzt, sondern treffend.

00:04:12: Und es gibt schon seit Jahrzehnten genügend Forscher, die uns tatsächlich valide Daten darüber geben.

00:04:21: dass wir langfristig weniger Menschen haben, die im Berufsleben sind.

00:04:24: Das ist aber der demografische Wandel und das ist kein Fachkräftemangel.

00:04:28: Wir haben sehr, und das haben wir vorhin beim Basti Stolz schon eine Größe an der Stelle auch im Vortrag gehört, es gibt sehr spezifische Jobs.

00:04:37: Also es gibt wirklich spezifische Anforderungen und das kann halt auch nicht jeder oder jede.

00:04:45: Und dann gibt es am Ende des Tages halt keine twenty-fünf Bewerbung, sondern vielleicht ein paar weniger.

00:04:50: Aber dann zu sagen, es gibt Fachkräftemangel, ist halt Rafftheil jeder.

00:04:53: Es ist halt eine schöne Schublade, die man ziehen kann.

00:04:56: Ja, ich finde auch, vielleicht kann man es auch andersrum machen.

00:05:00: Wo gibt es wirklich Fachkräftemangel aktuell?

00:05:03: Und das ist definitiv im Handwerk.

00:05:05: Das wollen immer weniger junge Leute lernen, die fehlen.

00:05:09: Gerade wenn man den demografischen Wandel noch mit rein denkt.

00:05:12: Die Menschen verabschieden sich schrittweise aus dem Arbeitsleben.

00:05:16: machen ihre eigenen Unternehmen dann nicht, weil sie keine Nachfolge haben.

00:05:21: Bäcker, Pfleger, Erzieher, Innen, all das sind Berufe, wo wir ein Fachkräftemangel haben, ein echten Mangel.

00:05:30: Es gibt nicht so viele Leute, wie es Jobs gibt für die gleichen.

00:05:36: Der ganze Rest, da müsste ich schon mal stark nachdenken, wo wir ein Fachkräftemangel haben, der tatsächlich auch evident ist.

00:05:45: So tatsächlich existiert.

00:05:47: Und wenn du an den demografischen Wandel denkst, dann kommt der Fachkräftemangel noch.

00:05:53: In fünf bis zehn Jahren gehen sehr, sehr viele Baby Boomer in die Rente.

00:05:59: Die werden auf dem Arbeitsmarkt fehlen.

00:06:01: Diese Hände werden nicht mehr weiterarbeiten.

00:06:04: Und dann kommen auch die anderen Jobs.

00:06:06: Dann kommen auch die Ingenieure und Betriebswirte, you name it, Ärzte.

00:06:13: Schrittweise rein und dann gibt es einen Mangel und man hat jetzt die Chance sich so aufzustellen, dass man dieses Problem einfach entweder nicht bekommt oder sehenden Auges es sich dem annimmt.

00:06:26: Ich glaube auch, lassen uns den ganzen unserem Podcast heute mal einen Spin geben, wie wir dieses Thema einfach lösen.

00:06:33: Also ich glaube mittlerweile jeder, der sich mit der Materie wirklich ernsthaft beschäftigt, der weiß, okay, natürlich gibt es Berufe, die du auch genannt hast.

00:06:40: Freunde, da haben wir einfach zu wenig Menschen, die das einfach machen wollen und die das auch machen können.

00:06:44: Und dann wird es natürlich schwierig, diese Menschen zu finden.

00:06:46: Aber oh Wunder, es soll tatsächlich auch in Deutschland Pflegeeinrichtungen beispielsweise geben, die haben das nicht.

00:06:53: Warum haben die das denn nicht?

00:06:55: Also, man hört ja immer leider auch in den News, in den Tagesthemen, die man so mitbekommt, hört man ja immer nur zehn mal schlechte Nachrichten und dann mal einmal gute.

00:07:06: Ich habe noch nie erlebt, dass eine gute dabei war, dass ein Pflegeheim sich vor Bewerbern nicht retten kann, aber auch die gibt es.

00:07:14: Und das gehört zur Wahrheit einfach komplett dazu.

00:07:16: Aus deiner Sicht, bleiben wir mal bei Pflegeeinrichtungen, weil das ist ja auch eines der Themen überhaupt, was viele umtreibt.

00:07:24: Was machen die denn besser, als die, die sich einfach nur auf den Hosenboden setzen und sagen, Jammerrei ist einfacher, kostet mir nicht so viel Energie?

00:07:34: Raffi auch jeder.

00:07:36: Ist jetzt nicht meine Kernexpertise, Pflegeeinrichtung, aber was ich gehört habe von den guten Beispielen ist, die befassen sich mit den tatsächlichen Herausforderungen dieser Berufsgruppe.

00:07:46: Also was macht diesen Job so unattraktiv teilweise für die Leute, die ihn können und was muss ich tun als Arbeitgeber, dass diese unattraktiven Aspekte einfach weniger stark ausgeprägt sind.

00:07:59: Viel beschäftigt die Kolleginnen dort, dass sie viele Überstunden machen müssen, dass sie teilweise auch sich auf ihre freien Tage nicht verlassen können, aber wenn jemand krank ausfällt, dann natürlich man einspringen muss etc.

00:08:13: Und wenn man an solche Grundlagen tatsächlich herangeht, wenn man guckt, wie kriege ich es hin, dass diese Leute Planbarkeit haben in ihrem Leben, wie kriege ich es hin, dass die Arbeitslast in Form von Arbeitszeit sich reduziert und man schafft durch Strukturen so eine Arbeitsumgebung, dann bekommt man plötzlich Bewerberinnen dafür, weil, wenn man alleine sagt, dein freier Tag bleibt frei, du hast keine Ahnung, da funktioniert auch eine Vier-Tage-Woche, damit blockst du die ungemein.

00:08:46: Und du bekommst plötzlich Bewerbungen, wo andere gar nichts mehr bekommen und hast eine Einrichtung, die gut funktioniert, weil Leute für so eine Umgebung auch den Ort wechseln, also umziehen, weil sie überall anders zu arbeiten können.

00:09:02: Die Bedingungen aber so bescheiden sind, dass du da vielleicht gar nicht mehr so viel Lust drauf hast.

00:09:06: Wir hatten es in Corona ja wirklich, da sind viele aus dem Job rausgegangen und auch nie wiedergekommen.

00:09:13: Weil sie wissen, wenn ich jetzt wiederkomme, ist nichts anders.

00:09:16: Ich muss mich zwar, keine Ahnung, weniger isolieren, also weniger steril arbeiten, aber die Arbeitszeiten, die Arbeitsbedingungen sind gleich.

00:09:24: Dann ist es aber, wenn ich das zusammenfasse, Arto, was du gerade gesagt hast, dann ist das Kulturarbeit im Unternehmen.

00:09:32: Wendethek, John.

00:09:34: Du musst gucken, was die Gruppe, was denen wichtig ist und musst deine Organisation danach umstrukturieren.

00:09:41: Vielleicht sogar auch umtransformieren.

00:09:43: Das macht das Ganze sehr anders.

00:09:44: und es gibt im Netzwerk, ich glaube die Waldkliniken heißt das, so ein Radebeispiel für ein Krankenhausrecht, das richtig weiß, dafür wird wirklich eine Menge richtig gut gemacht.

00:09:55: Da kann man mal hingucken, wenn man sich mal damit befassen will, was macht diese Einrichtung anders.

00:10:01: Die zahlt nach einem festen Tarif, die sagt Urlaube und Freizeiten auch zu.

00:10:08: Und das macht was mit den Leuten, weil es eben die Verbindlichkeit ist und deshalb wollen die Leute dorthin.

00:10:14: Um da den Schwenk auch zu unseren Recruiting Basics hinzubekommen, das sind einfach Hygienefaktoren, die dort in allererster Linie bedient werden, also stabile Gehälter.

00:10:27: Orientierung am Tarifvertrag muss aber nicht unbedingt sein kann.

00:10:31: auch kann auch komplett frei sein.

00:10:34: Aber das sind halt einfach Basics wo sich Menschen hingesetzt haben und sich überlegt haben.

00:10:40: Mensch wir also wir müssen jetzt nicht unbedingt hier der nächste die nächste Klinik die nächste Pflegeeinrichtung sein die höchsten Gewinne macht.

00:10:50: die höchsten Margen macht, sondern wir wollen einfach langfristig Menschen bei uns haben, die das hier gerne tun.

00:10:56: Und dann wissen wir auch, dass die relativ betrachtet loyal bei uns bleiben über mehrere Jahre.

00:11:02: Und dann rentiert sich es am Ende auch wieder.

00:11:04: Also stabile Gehälter ist, glaube ich, so ein Basic, den wir hier schon mal rausarbeiten können.

00:11:10: Ich würde sogar einen Schritt vorher ansetzen.

00:11:12: Der Basic wäre für mich, jedes Problem anzuerkennen.

00:11:17: Na, wirklich, ernsthaft zu sagen, da ist was... Da ist was mit mir nicht richtig, also mit mir als Organisation.

00:11:24: Ja.

00:11:24: Um diesen Schritt überhaupt mal zu gehen und sich diese Transformation zu trauen und dich zu sagen, ah, der blöde Fachkräftemangel und deshalb krieg ich nicht.

00:11:32: Sonst zu sagen, was sind die Themen, die ich im Einfluss habe als Unternehmen?

00:11:37: Und das war schon immer Unternehmer tun.

00:11:39: Du überlegst dir, es gibt einen Markt für etwas, da wird Geld wird bezahlt, dafür brauche ich Arbeitskraft, die Arbeitskraft muss ich bekommen, um noch mal den Kollegen... ... Bastjan zu zitieren früher gab's regalerweise Tomaten.

00:11:52: Ja, das saubelt mal super.

00:11:54: Ja.

00:11:54: Und jetzt gibt's einfach vielleicht nur noch Ketchup ... ... kondensiert.

00:11:57: Ja.

00:11:58: Und wie kriege ich Ketchup zu mir in den Laden?

00:12:00: ist das, was du ... ... tagtäglich dich als Unternehmer eigentlich fragen müsstest.

00:12:05: Und ... ... was häufig eben als Vorwand gewählt wird, ... ... jetzt können wir von den Kliniken ein bisschen abdriften, ... ... vielleicht ist zu sagen ... ... früher war alles besser und jetzt ist alles doof.

00:12:17: Wir bekommen nicht mehr ... Sechzig Bewerbungen auf Ingenieure, sondern noch drei.

00:12:22: Und die, die wir willkommen, die passen gar nicht, weil wir suchen jemanden mit drei, sieben, fünf Jahren Berufserfahrung und alles darunter geht gar nicht.

00:12:31: Und wir gucken auch nur, ob drei, sieben, fünf Jahre Berufserfahrung da ist.

00:12:37: Und man macht sich gar nicht wirklich ernsthaft Gedanken, was braucht der Job, den ich hier habe eigentlich für Art Skills, was braucht er für überwachliche Kompetenzen?

00:12:49: Um dann sich ernsthaft Gedanken zu machen, braucht es dafür, um Berufsjahre an Erfahrung?

00:12:55: oder reicht einfach auch die Fähigkeit schnell lernen zu können?

00:12:58: Du erinnerst dich an die nächste Folie von Bastian, wo er die Validität der Berufserfahrung nochmal schön wissenschaftlich hergeleitet hat und wir hatten das in einer unserer Podcast-Episoden auch, wo wir gesagt haben, Berufserfahrung führt zu Misserfolg.

00:13:14: weil die Aussagekraft hinter Berufserfahrung, weil sich viele Führungskräfte, Gründer, Unternehmer immer schön darauf verlassen, oh, Stefan macht das jetzt schon seit fünfzehn Jahren im HR, das kann nur gut sein.

00:13:26: Die These kannst du quasi einmal in der Luft zerreißen, das ist nicht so, das kann so sein, ist aber sehr unwahrscheinlich, weil, jetzt kommt die Begründung dazu, das Umfeld der Kontext, nur weil ich HR oder Recruiting in dem BtoB Tech gut gemacht habe für IT-Fachkräfte beispielsweise.

00:13:47: Das hat gut funktioniert bei mir tatsächlich.

00:13:49: Auch internationale Fachkräfte hat super funktioniert.

00:13:52: Und wir hatten Verkanzzeiten waren gering.

00:13:55: Das heißt noch lange nicht, dass ich das jetzt in der Pflegeeinrichtung hinbekomme.

00:13:59: Null.

00:14:00: Ja, Berufserfahrung heißt erstmal nur, dass man das gemacht hat.

00:14:03: Wie gut oder schlecht man es gemacht hat.

00:14:05: Du kannst auch zwanzig Jahre lang alles falsch gemacht haben und weißt es vielleicht selber gar nicht.

00:14:10: und dann... bist du von Job zu Job gesprungen, weil die Leute denken, oh, der hat das schon lange gemacht, das wird schon.

00:14:16: Und da gibt es einen Misserfolg nach dem anderen.

00:14:19: Ich spitz das mal zu, niemand ist so aufgestellt.

00:14:22: Was ich aber, als wir die Folge gemacht haben, einen spannenden Impuls aus dem Netzwerk fand, war, wir suchen immer so mittelmäßig Erfahrung.

00:14:31: Wir suchen, wir suchen niemanden, der frisch.

00:14:35: Daher kommt, weil da muss man ja was beibringen und wir suchen niemanden mit fifteen, zwanzig Jahren Erfahrung, weil die sind ja schon super festgefahren, so ganzer Lob von mir.

00:14:45: Die allermeisten Stellen anzeigen und nachdem ich das gehört habe, ich mal nachgeschaut, die, die ich geguckt habe, stimmt.

00:14:52: Das sind so alles zwischen drei und sieben Jahren Berufserfahrung.

00:14:56: Das ist das, was wir suchen.

00:14:57: Da frage ich mich auch, wo sollen denn die Leute herkommen?

00:15:01: Weil die gibt es natürlich irgendwann nicht mehr.

00:15:03: Und was machen wir mit den Kolleginnen und Kollegen da draußen, die jetzt die Silver-Prenöre, Mitte fünft

00:15:09: sich?

00:15:11: Die haben super viel Erfahrung und haben den Stempel zu tragen, dass die nicht mehr flexibel sind, nicht mehr lernen.

00:15:17: Und das ist, das ist einfach komplett Banane, das so pauschal abzustempeln und wie viel Potenzial man einfach liegen lässt, weil man Dinge bewertet in der Person.

00:15:31: die man nur vermutet und nicht prüft.

00:15:35: Und deshalb sage ich auch Eingangsfachkräftemangel ist einfach Mangel an Wandelfähigkeiten, Mangel auch sich im Problem anzunehmen.

00:15:45: Wenn wir mal an Fachkräftemangel wäre da, dann würden theoretisch die Gehälter für gewisse Berufsgruppen, die wir ja angeblich so schwer finden, durch die Decke geben.

00:15:57: Das ist der Markt.

00:15:59: Ist aber nicht so.

00:16:01: Das heißt, ein Mangel gibt es gar nicht.

00:16:02: Es gibt genug Arbeitskräfte.

00:16:04: Es gibt immer noch genug Bewerbung für die allermeisten Berufe.

00:16:09: Es gibt nur die mangelnde Fähigkeit, die Arbeitskraft und die Erfahrung, die da ist, richtig für sich einzusetzen und überhaupt zu erkennen, was fehlt.

00:16:20: Und das ist methodische Kenntnis.

00:16:22: Das ist etwas, was du dir aneignen kannst.

00:16:23: Wenn wir wieder bei dem Thema Eignungsdiagnostik, ja, weil eigentlich musst du in der Zukunft nicht Darauf schauen, wie viele Erfahrungen jemand mitbringt, sondern wie groß das Data ist, um die Aufgabe, die hier liegt, auch wahrzunehmen.

00:16:41: Da werden wir viel stärker beim Thema Personalentwicklung als Recruiting.

00:16:46: Und häufig stellen wir ein auf gut dünken, auch Gefühl.

00:16:49: Das passt schon und stellen fest, im Job ach, du grüne

00:16:52: Neune, da fährt

00:16:54: ihr vorne und hinten alles.

00:16:55: Das gibt's ja gar nicht.

00:16:57: Aber wir ändern nichts an der Auswahl, wir ändern nichts an... in der Grundlage, die wir setzen, um jemanden einzustellen.

00:17:06: Und das ist die Bequemlichkeit, die ich sehe.

00:17:07: Deswegen gibt es auch keine Fachkräftemangel.

00:17:09: Es ist einfach nur methodische Wisskenntnis, doch Ignoranz teilweise.

00:17:15: Und es ist ein weiter Weg.

00:17:19: Du sagst weiter Weg, wenn wir jetzt auch ein Thema schauen können.

00:17:23: Wenn jetzt hier Leute direkt bei uns live mit zuhören auf der Talent Pro vor der Podcast Lounge und die rennen jetzt nicht morgen auf die Talent Pro, sondern direkt ins Unternehmen.

00:17:32: Was glaubst du?

00:17:33: Was können die als erstes machen, um die, die den ganzen Kram entscheiden, Stück weit Überzeugungsarbeit zu leisten?

00:17:41: Das ist wirklich diesen Fach, der Fachkräftemangel an sich Mythos ist, weil es ist ja so schön bequem, wie du gesagt hast und so schön einfach sich dahinter zu verstecken.

00:17:50: Wie kriegen wir diesen Elefanten aus dem Raum?

00:17:54: Da stellst du mir aber gerade wirklich eine Mammutfrage.

00:17:56: Ich weiß.

00:17:57: Also das...

00:17:58: Wem soll ich die sonst stellen?

00:18:00: Ist ja auch nicht.

00:18:01: Man Tim holen.

00:18:02: Wir sollen eigentlich den ganzen Laden einbinden, oder?

00:18:06: Wir werden jetzt keine abschließende Antwort darauf bekommen, aber wir können uns ja annähern.

00:18:12: Es ist ja hoch situationsabhängig, deswegen ist es so schwer zu beantworten, weil die Situation im Unternehmen auch sehr, sehr anders sein kann und uns auch darauf ankommt.

00:18:20: Wo mangelt es daran?

00:18:21: Mangels an Sichtbarkeit ist vielleicht das Thema Employer Branding und Personalmarketing.

00:18:25: Das, was den Unterschied machen kann, damit sich wieder mehr passende Leute bewerben.

00:18:30: Ja.

00:18:31: Liegt es daran, dass die Firma bekannt ist, aber wenn sich die Leute bewerben, man einfach Bananeauswahl macht und müsste man dort mehr Struktur und Evidenz reinbringen, um halt wirklich auch Leute, die den Job könnten, obwohl es offen Papier oder auch im ersten Eindruck ganz anders aussieht.

00:18:49: doch eine Chance zu geben.

00:18:52: Oder scheitert es daran, dass wirklich das Verständnis für die Notwendigkeit an Veränderungen im Unternehmen nicht vorhanden ist?

00:19:01: Da gibt es drei unterschiedliche, alleine die drei, die mir spontan einfallen, Wege, die man gehen muss.

00:19:06: Ja, und das sind auch drei ganz unterschiedliche Ebenen.

00:19:08: Ich glaube, diese Ebene, dieses Verständnis, dieses Bewusstsein zu erzeugen, ich glaube, das ist der Basic, den man heute auch aus dieser Folge mit rausnehmen kann.

00:19:20: Weil das beobachte ich, wenn ich mit C-Level, C-E-O, C-blabla-O, gibt es den C-blabla-O?

00:19:28: Ich hoffe bald.

00:19:29: Den C-blabla-O, das wird auch mal eine schöne Formulierung, oder?

00:19:33: Ich bin ja überhaupt kein Fan von irgendwelchen Titelthesen oder Temperamenten, sondern einfach die Probleme anzupacken und zu lösen.

00:19:39: Aber ich glaube, dieses Verständnis im C-Level zu erzeugen ist ultra schwer.

00:19:43: Ist nahezu nicht möglich, weil diese Menschen, die das entscheiden, die hören die da nicht zu.

00:19:50: Ja, wollen die nicht zuhören wollen es nicht verstehen warum?

00:19:53: Weil es zu schwer ist das dann direkt umzusetzen.

00:19:57: Und diese Analyse muss man halt fahren.

00:19:59: und wo muss man daran?

00:20:00: Ich glaube das Unternehmer und Geschäftsführende ihr Ego zurück schrauben müssen.

00:20:06: Ihr so nach dem Motto ich bin allwissend.

00:20:09: Sollten sie auch zurück schrauben, weil dem ist nicht so, sonst können sie den Laden in zehn Jahren zu machen.

00:20:13: Du hast es zu Beginn der Folge auch gesagt demografischer Wandel wird uns tatsächlich.

00:20:19: mehr, ich sage es jetzt nicht, weil das ist ja ein hochseriöser Podcast, aber das wird uns noch mehr am Ende des Tages beschäftigen als irgendwelcher Fachkräftemange, denn das haben wir noch gar nicht angeschnitten.

00:20:32: Diese Fachkräfte gibt es ja nicht nur bei uns in den eigenen vier Wänden, also in Deutschland.

00:20:37: Sondern es gibt immer noch genügend Menschen, die richtig Lust haben, diese Jobs bei uns zu machen.

00:20:43: Und dann bist du relativ schnell beim Thema Einwanderung, was jetzt nichts ist, was ich jetzt hier politisch diskutieren möchte.

00:20:50: Aber du bist halt relativ zügig auch in diesen Themenfeldern drin und Unternehmen versperren sich dem auch komplett, zumindest die, die ich kenne.

00:20:56: Du könntest das auch viel viel auf die Grundlage anschieben, weil lange die Sprache... Also wenn du dich... internationalen globalen Märkten stellen willst, dann musst du dich damit auseinandersetzen, dass dein Unternehmen nicht mehr rein deutschsprachig sein kann.

00:21:12: Und da fängt es an.

00:21:14: Und daran scheitert es tatsächlich auch schon sehr oft, weil man denkt, man macht den Markt auf und stellt einfach mal jemanden aus dem Ausland ein, egal welches Land, und ist überrascht, dass die Person nicht fließend deutsch spricht und man die Meetings plötzlich in einer anderen Sprache abhalten muss.

00:21:33: und dieser Mensch nicht effektiv werden kann, weil er allein die vielleicht vorhandenen Prozesse Arbeitseinweisung noch nicht mal lesen kann.

00:21:43: Und da ist ganz am Anfang so viel falsch gegangen, weil man hat einfach gesagt so, ich möchte das Symptomen jetzt einfach lösen, ich brauche mehr Bewerbung, die bekommt man, ganz sicher.

00:21:52: Na easy.

00:21:52: Aber das Problem ist nicht gelöst und ich glaube da steckt sehr viel Wahrheit hinter.

00:21:59: mag noch mal dahin zurück, um zu sagen, was kann man morgen anders machen, wenn man sich den Fachkräftemangel stellen will?

00:22:04: Und ich glaube, im Leben eines normalen, einer normalen Rekruterinnen da draußen geht es immer darum, ich muss mehr Bewerbung generieren, weil sonst ist der Fachbereich unzufrieden.

00:22:17: Da gibt es dann Sätze wie aus einer Person kann ich nicht entscheiden.

00:22:22: Ich hätte gerne noch weitere fünf passende Profile, dann kann ich mir da auch erst mal gucken, mit wem ich reden will.

00:22:29: diese Realität, diesen Personen, diesen Pfarrentscheid, einen Hiring-Managerinnen näher zu bringen, es gibt hier nicht mehr.

00:22:38: Und dort näher zu bringen, was können wir tun, um mehr von der Person zu erfahren, relevant für den Job, was es dir leichter macht, eine komplexe, unsichere Entscheidung zu treffen.

00:22:51: Und das sind Personalentscheidungen.

00:22:53: Ja.

00:22:54: Du kannst nämlich immer nur die Vergangenheit angucken, die Gegenwart.

00:22:59: Aber die Zukunft bleibt immer nur eine Vermutung, wie es laufen kann.

00:23:03: Du kannst nehmen, so nah wie es kommt, wie es geht kommen, aber du wirst nie hundert Prozent erreichen.

00:23:10: Aber wie viel entspannter ist deine Entscheidung, wenn du weißt?

00:23:13: Es gibt diese vier Anforderungen und diese drei überfachliche Kompetenzen.

00:23:19: Fünf davon sind erfüllt, jetzt schon.

00:23:22: Und diese zwei, die sind zwar sehr kritisch, aber ich kenne das Delta.

00:23:26: Ich weiß, was fehlt.

00:23:27: Ich weiß, was ich tun müsste, um der Person das beizubringen, die Situation zu generieren, damit sie den Job kann.

00:23:34: Dann triffst du die Entscheidung doch auf einer Basis, wo du sagst, hey, das kann ich oder auch nicht, passiert.

00:23:41: Aber du weißt, wo du stehst und es ist nicht nur eines Oracles anhand des Lebenslaufs.

00:23:47: und da fehlt mir noch das Keyword, keine Ahnung, Organizational Development.

00:23:53: Da steht nur Organisationsentwicklung, das geht gar nicht.

00:23:56: Das ist für mich nicht zusammen.

00:23:58: Und mach einfach wildes Raten, ob die Person etwas mitbringt oder nicht.

00:24:04: Genau das gleiche später in den Interviews, du fragst irgendwas, was nix mit dem Job zu tun ist und hast dann danach das Gefühl, dass es irgendwie nicht so richtig gepasst hat.

00:24:13: Weil die Person irgendwie nicht von relevantem Themen gesprochen hat, sondern... auf deine Fragen nach Stärken und Schwächenheit von Stärken und Schwächen geredet hat.

00:24:21: Und das hat dir nicht geholfen zu verstehen, ob du einen guten Projektmanager vor dir sitzen hast oder die Projektmanagerin vielleicht auch schon mal große Budgets verantwortet hat.

00:24:29: Nee, das sagt lediglich aus, dass sich jemand im Vorfeld gegoogelt hat oder ChatGPT genutzt hat und sagt, was soll ich denn auch Stärken und Schwächen antworten?

00:24:40: Naja, ich bin schon manchmal ungeduldig und möchte Themen voranbringen.

00:24:47: Aber ich komme dann auch manchmal an einen Punkt, wo ich mich auch zurücknehmen muss.

00:24:52: Also meine größte Schwäche sind Schokolade und Frauen.

00:24:59: Und dann ist das Gespräch eigentlich an der Stelle vorbei, weil die sich dann verarscht fühlen.

00:25:03: Aber dass die Frage aber an sich schon anmaßend ist, nach Stärken oder Schwächen zu fragen, das hat auch noch niemand kapiert.

00:25:10: Oder die Frage, wo siehst du dich in fünf Jahren?

00:25:13: Auf deinem Platz.

00:25:15: Genau.

00:25:15: Wenn du dann googlst und versuchst, diese Frage dir beantworten zu lassen, kommt immer Antwort auf deinem Platz.

00:25:21: Das zeigt Zielstrebigkeit, das zeigt Biss.

00:25:24: War's ein Quatsch?

00:25:26: Also wenn ich weiß, Ato, wo wir in fünf Jahren sind, ich kann dir sagen, in fünf Jahren haben wir den... Elften Juni, zwei tausend neunundzwanzig.

00:25:32: Das weiß du nicht sicher.

00:25:33: Vielleicht haben wir bis da eine neue Zeit recht.

00:25:35: Haben

00:25:35: wir gar nicht, weil es ist ein Schaltjahr dazwischen.

00:25:37: Richtig.

00:25:37: Ein völliger Quatsch.

00:25:38: Siehst du?

00:25:38: Und dann fängst du an, die ganze Kacke zu hinterfragen.

00:25:40: Es macht einfach keinen Sinn.

00:25:42: Das ganze hat auch einen Begriff in der Psychologie, das nennt sich psychologische Skripte.

00:25:47: Das ist das, was du abrufst.

00:25:49: Psychologische Skripte sind einfach... Ein fester Ablauf, die nur in deinem Kopf hast.

00:25:54: Wenn ich dir sage, stell dir einen Restaurantbesuch vor, weißt du ganz genau, du wirst reingehen, du suchst dir einen Platz, du suchst dir was aus, es wird dir gebracht, es wird dir weggenommen, du bezahl zum Geist.

00:26:04: Dieses Skript ist immer gleich in jedem Restaurant.

00:26:07: Und so eine Frage nach Stärken und Schwächen, und jetzt sehen wir den Lebenslauf.

00:26:11: All das, was am vornhin super klar ist, ruft so ein Skript ab und die Leute reiern, ein Reiern.

00:26:17: Reiern passt aber.

00:26:18: Das war kein Freundschaftversprechern.

00:26:19: Nein, das war... Die Rattern einfach runter, was sie sich dazu überlegt haben und zeigen sich null, null und auch keine Fähigkeit, die mit dem Job zu tun hat.

00:26:30: Und deswegen, also sich wirklich ernsthaft über valide strukturierte Berufsauswahl Gedanken gemacht zu haben, wird den Fachkräftemangel, den es ja nicht gibt, für die Unternehmen nicht lösen.

00:26:44: Aber es wird einem näher bringen, dass die Welt da draußen sich geändert hat und Man ja eigentlich Leute sucht die den Job können und nicht die irgendwelche Kurse, Erfahrungen oder sonst was mitbringen.

00:26:57: Und das wirklich positive ist ja, dass wir im Jahr zwanzig vierundzwanzig immer noch mit diesen Basics einen kleinen Vorteil haben können gegenüber anderen.

00:27:09: Also, das mag sich jetzt bekloppt anhören im Jahr.

00:27:11: Wir haben alle Daten vorhanden.

00:27:14: Zukunftsforscher haben uns vor dreißig oder vierzig Jahren schon gesagt.

00:27:16: Mensch, Freunde, wisst ihr so in den zwanzig, zwanzig, wie das und das auf euch zukommen.

00:27:20: Das wollte keiner hören und da haben sie den Zukunftsforscher Hokus Pokus

00:27:24: untergejubelt.

00:27:25: Jetzt sagen die Zukunftsforscher Ella Badge, also hilft auch keiner am Ende des Tages.

00:27:29: Aber jeder, der sich das jetzt auch live anhört oder auch bei uns im Podcast, der jeden Donnerstag rauskommt, es ist noch nicht zu spät.

00:27:38: Aber.

00:27:39: lasst euch bitte nicht von solchen Ideologien oder von solchen, ich nenne es gerne Marketing, Moch.

00:27:47: Genau wie Gen Z und sowas.

00:27:48: Also strukturieren ist okay, aber irgendwelche Schubladen zu bilden bringt halt gar nichts.

00:27:53: Du hast ja auch Eingangs irgendwann auch gesagt, dass die, wie hast du es genannt, Silver Generation?

00:27:58: Silver Prinöre.

00:27:59: Silver Prinöre, was da für ein Potenzial noch schlummert.

00:28:04: Unfassbar.

00:28:05: Da haben wir mal drauf eingegangen.

00:28:07: Solche Personen haben die Unternehmen ja häufig selber.

00:28:11: Ja.

00:28:11: Und wenn du gute Personalauswahl setzt und wenn du vorher gut die Anforderung analysiert hast für den Job, kannst du das Wissen von deinen eigenen Älteren, sagen wir mal, wie sagt man das korrekt?

00:28:26: herausgold

00:28:27: erfahreneren kollegen ganz gut abrufen weil du hast dort junge menschen die offensichtlich nicht die notwendige erfahrung mitbringen aber vielleicht andere metodenkenntnisse und du hast erfahrene kollegen die viele schon gesehen haben viele schon gemacht haben.

00:28:43: und wenn man die beiden miteinander kombiniert stellt man plötzlich fest ist die weniger erfahrenen super schlaue neue wege mitgehen aber vor allem auch von den erfahrenen kollegen lernen Und die erfahrenen Kollegen sich im Gegen aller Annahmen sehr wohl sehr offen für die neuen Methoden zeigen.

00:29:04: Wir reden hier von ein paar Menschen, die wirklich den Schwerfeld-Dinge anders zu machen.

00:29:09: Die gibt es immer.

00:29:10: Das ist eine gausche Kurve.

00:29:12: Die sind überall in jedem Alter vorhanden.

00:29:14: Das ist völlig wurscht.

00:29:16: Und das aber auf eine ganze Altersgruppe umzuprohizieren ist einfach, das ist so der Fehler.

00:29:22: Das sind diese Bayerische, die man in sich trägt.

00:29:26: Da bin ich selber schon drauf reingefallen, das ist einfach so.

00:29:29: Das ja am Ende des Tages auch nicht ganz so schlimm, wenn man diese Fehler macht, wenn man sie erkennt und nicht nochmal macht, ist das schon mal gut, weil dann hast du eine Erkenntnis gewonnen und lernst.

00:29:39: Und ich habe das insbesondere im Start-up-Scale-Up-Umfeld auch immer wieder gesehen, also viele haben sich dann fand das richtig toll, wenn du die... durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ausgerechnet hast und du warst dann irgendwie unter dreißig oder so.

00:29:52: Es fanden immer ganz toll, weil ein ganz junges Team und ganz viel Energie und so was.

00:29:57: Wenn du aber so zwei, also wenn du es aber diverser aufstellst und wenn du wirklich in jeder, muss gar nicht in jeder Abteilung sein, weil das kann auch wieder sehr, sehr unterschiedlich sein.

00:30:06: Aber wenn du wirklich ein paar Leute in der Organisation hast, die grundsätzlich bei Problemlösungen einfach Auch Lebenserfahrung mit reinbringt, die ja dann da ist.

00:30:18: Das muss jetzt noch nicht heißen, dass es am Ende gut wird, aber die können auf gewisse Situationen, auch im Berufsleben, können die zurückgreifen, was wir nicht können oder vielleicht nicht so in der Form.

00:30:28: Und dann am Ende des Tages wird das Problem anders gelöst, weil das ist glaube ich auch das, was Einstein schon gesagt hat.

00:30:35: Wir werden mit den Methoden, die wir immer genutzt haben, nicht die Probleme lösen, die wir versucht haben, immer zu lösen, also sinngemäß so in die Richtung.

00:30:41: Und ich glaube, dass da jedes Unternehmen tatsächlich, egal wie groß oder wie klein, mega gute Ansätze hat.

00:30:48: Und dafür muss man nicht irgendwelche Berateragenturen beauftragen und irgendwie ganz, ganz massiv viel Kohle in employer branding reinstecken oder so.

00:30:58: Sondern das, was wir jetzt auch schon seit Februar miteinander machen, in die Basics investieren.

00:31:03: Und das ist im Kern.

00:31:04: Bin auf deine Sichtweise gespannt, weil wir haben einfach in unterschiedlichen Organisationen auch gearbeitet.

00:31:10: Die Basics sind, ist es eigentlich alles schon da.

00:31:13: Wir müssen es eigentlich nur frei kratzen und die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt überzeugen, mitzumachen.

00:31:23: Unterschreib ich.

00:31:24: Also,

00:31:24: geil.

00:31:26: Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit das Arthur unterschreibt.

00:31:30: Nee, es ist einfach so, das meiste ist da.

00:31:33: Wir lassen uns einfach häufig ablenken von irgendwas.

00:31:36: Ablenken von einer neuen Software-Lösung, KI, Fachkräftemangel

00:31:45: und

00:31:45: GenZ, die

00:31:46: böse GenZ, die faule GenZ, was ist

00:31:48: das?

00:31:49: Farbenlehre der Welt und also so ein Kram, der uns versuchen soll, die komplexe Welt möglichst leicht darzustellen.

00:31:59: Die komplexe Welt lässt sich aber nicht durch ein einfaches Modell abarbeiten.

00:32:04: eine komplexe Welt braucht, dass du darüber nachdenkst, welche Grundlagen gibt es, die ich besonders gut kennen und auch durchdenken muss?

00:32:15: und wie leite ich daraus ab, was die Realität um mich rum tatsächlich braucht.

00:32:21: Und das sind, das sind immer Basics.

00:32:24: Du musst dich damit befassen, was macht meine Belegschaft, wo will meine Firma hin?

00:32:29: und wie kriege ich dieses Data geschlossen?

00:32:32: und Am Ende des Tages, was ich zum Fachkräftemangel raten kann als Basic, ist ihn grundsätzlich erst mal in Frage zu stellen.

00:32:40: Das ist so, auch mir ist das passiert.

00:32:42: und dann startst du in einem neuen Feld, neue Berufsgruppe, die du nicht kennst.

00:32:45: und dann heißt es ja, früher haben wir über sechzig Bewerbungen bekommen und jetzt sind es nur noch zwanzig.

00:32:50: Und diese quantitativer Aussage mag ja stimmen, aber die Frage ist ja gar nicht, ob das stimmt, sondern bekommt ihr denn mehr oder weniger qualitativ gute Bewerbungen.

00:33:01: da einfach nur bewusst machen, die Leute haben jetzt auch wesentlich mehr Möglichkeiten als früher.

00:33:06: Vielleicht kriegt ihr gar nicht weniger Bewerbung, sondern die Leute haben mehr Unternehmen, die sie spannend finden als früher oder sind mobiler oder was auch immer dahinter steckt.

00:33:18: Es ist nicht immer Mangel sofort.

00:33:21: Und klar, es gibt wie gesagt Berufsfelder, da ist es ganz klar Mangel, aber die haben die haben echte Herausforderungen, die können nämlich ihr Tagesgeschäft nicht mehr abhören.

00:33:32: Und ich glaube, das ist wichtig auch so zum Ende der heutigen Episode, das nochmal klarzustellen.

00:33:37: Also wir haben jetzt ziemlich viel auf dem Fachkräftemangel rumgeritten.

00:33:40: Wir wollen damit in keinster Weise in Frage stellen, dass es wirklich Firmen gibt, die darunter leiden, dass sie zu wenig Kapazitäten haben, wo die Vakanzzeiten tatsächlich sehr hoch sind.

00:33:53: Aber nochmal, sich hinter dem Fachkräftemangel zu verstecken ist falsch, weil ihr seid sofort sichtbar.

00:34:00: gibt's ja in vielen Branchen einfach nicht.

00:34:03: Und deswegen da der Appell, der wirklich gut gemeinte Appell, sich einfach die Recruiting Basics auch immer wieder reinzuführen, weil wir es da versuchen, auf den Punkt zu bringen.

00:34:13: Auch solche Mangelerscheinungen oder auch solche Buzzwords in den Stück weit

00:34:18: zu,

00:34:19: wie sagt man, nicht diversifizieren, sondern endmystifizieren vielleicht.

00:34:23: Und ich glaube, dein Basic gerade, das einfach mal in Frage zu stellen.

00:34:28: Einfach mal, warum?

00:34:30: Der passt immer wieder, der ist oft zitiert, der sollte hier sitzen.

00:34:33: Der

00:34:33: sollte eigentlich auch, wo ist Sebastian?

00:34:34: Können wir eine Durchsage machen in die komplette Halle?

00:34:37: Sebastian Berkleimer.

00:34:38: Sebastian

00:34:39: Stolles ist dein Auftritt jetzt.

00:34:40: Nein, den hatten wir ja auch schon, aber er sagt das ja im Kern ganz genauso.

00:34:43: Und die Gäste, die wir sonst so hatten, sagen das ja auch, ne?

00:34:46: Also es ist eigentlich alles schon da.

00:34:49: Kehr vor deiner eigenen Haustür.

00:34:52: Informiere dich immer gerne über irgendwelchen fancy Quatsch.

00:34:55: Löst dir die Probleme.

00:34:56: die KI löst dir die Probleme auch nicht schneller.

00:34:58: am Ende des Tages ist ein völliger bullshit wenn ihr das versucht jemand zu verkaufen.

00:35:02: Dann ist es weil er dir das verkaufen muss in dem moment seine Fachkaufskills angewendet.

00:35:07: aber es löst dir am ende nicht dein problem.

00:35:10: du bleibst darauf sitzen wenn du nicht bei dir selber anfängst.

00:35:15: Und und.

00:35:17: Eine Grundlage, die man beherrschen muss, wenn man wirklich der Meinung ist, man bekommt nicht mehr die richtigen Bewerbungen, ist das Thema Anforderungsanalyse.

00:35:24: Also sich wirklich genau anzugucken, die Stelle braucht die wirklich das, was ich glaube und angegeben habe, oder ist das eigentlich was ganz anderes?

00:35:33: Ja.

00:35:34: Weil dann hast du nämlich ganz plötzlich die Situation, dass sich das Bewerberfeld erweitert.

00:35:39: Du musst natürlich deine Stellenanzeige dann auch entsprechend formulieren.

00:35:43: Weil was ist nämlich der Standardfall?

00:35:44: Fachkraftemange wird immer gezogen, wenn man eine Stelle offen hat und dann findet man eben nicht die Person mit drei, sieben, fünf Jahren an Erfahrung, sondern immer weniger oder mehr und das ist blöd.

00:35:55: Und dann lässt man die Stelle offen.

00:35:57: Man stellt nicht ein.

00:36:00: Und in der Zeit, wo man dann sucht, sechs, zwölf, achtzehn, vierundzwanzig Monate, was nicht alles, alles schon gegeben, alles schon gesehen, hätte man doch die Person, die drei Komma sieben vier Jahre Berufserfahrung hat es schon längst dahin gekriegt, dass sie den Job

00:36:14: kann.

00:36:16: Ich finde die drei Komma sieben fünf gut.

00:36:17: Ja, das du zum Anfang, die hattest du jetzt zum Ende.

00:36:21: Also wenn, wenn du nicht irgendwas dagegen hast, dann würde ich einen Knopf dran machen.

00:36:25: Soll ich dagegen haben?

00:36:26: Weiß ich nicht.

00:36:28: Ich kann auch nicht

00:36:29: mehr.

00:36:30: Ich kann auch nicht mehr.

00:36:30: Das ist Fachkräftemangel.

00:36:32: Der Kollegin möchte nach Hause.

00:36:34: Es gibt keine Schicht drei.

00:36:37: Genau.

00:36:38: So, wir haben es jetzt viertel nach fünf.

00:36:41: Wir klappen uns jetzt ein zweites Helles auf, das gerade eben das erste war auch schon gut.

00:36:46: Danke an die Teller Pro, dass wir das machen durften und Grüße gehen raus nach draußen.

00:36:51: und Artur auf bald.

00:36:52: Danke dir für den Live-Podcast.

00:36:54: Das ist gut Stefan, hat Spaß gemacht.

00:36:56: Danke,

00:36:56: ciao zusammen.

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