Live von der TalentPro: Rethinking Places -#3 Transforming Work – Vom Social Business Netzwerk zum Job Netzwerk
Shownotes
Recruiting, Talentmanagement, Employer Branding und mehr – all das erwartet dich in diesem einzigartigen HR-Podcast! 🎙️
Mit einem völlig neuen Format bringt dieser Podcast frischen Wind in die HR-Welt: In jeder Folge kommen handverlesene Podcaster und Podcasterinnen mit ihren spannendsten Gästen und besten Inhalten zu Wort.
Freu dich auf bekannte Größen der HR-Szene wie Robindro Ullah, Tim Verhoeven, Simone Straub und Marcel Rütten – sie teilen wertvolle Tipps und Strategien, um dein Unternehmen noch erfolgreicher zu machen.
🎧 Jetzt reinhören und die Zukunft von HR mitgestalten!
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen, lieber Casper.
00:00:19: Ich freue mich wirklich sehr, dass du heute mein Gast im Rethinking Places Podcast bist.
00:00:25: Herzlich willkommen.
00:00:26: Dankeschön, Lina.
00:00:27: Danke für die Einladung, schön, dass ich hier sein darf.
00:00:30: Wir sitzen hier ja live auf einem Event.
00:00:33: Und das ist auch eine spannende Sache für mich, muss ich sagen, weil wir quasi dreifach live sind oder eigentlich vierfach on air.
00:00:42: draußen in dieser Podcast-Lounge sitzen Menschen.
00:00:47: Gerade ist Mittagspause.
00:00:48: Das heißt, die Schlangen, das siehst du gerade nicht hinter dir.
00:00:51: Da hören auch noch gefühlt ungefähr fünfzig Menschen parallel mit, während sie auf ihr Mittagessen warten.
00:00:57: Und wir können mal winken in die Seite.
00:01:00: Wir werden hier doppelt aufgenommen auf der Seite und streamen live über Alexander Peitsch, Account in Telem Pro Account und auch über meinen eigenen LinkedIn-Account.
00:01:11: Also von daher.
00:01:12: hoffe ich, dass wir wirklich richtig guten Content hier produzieren, die nächsten paar Minuten, halbe Stunde ungefähr.
00:01:19: Ich kippe die allergrößte Mühe.
00:01:21: Ich mir auch.
00:01:23: No pressure.
00:01:27: Kaspar, wir haben eine Gemeinsamkeit.
00:01:31: Wir finden Software und gute Lösung gut.
00:01:35: Und deswegen freue ich mich besonders, dass wir heute uns dein Thema mal ein bisschen genauer anschauen.
00:01:42: Bevor wir da tiefer reinsteigen, würde ich dich gerne bitten, dass du dich unseren Zuhörerinnen, die dich im Podcast später hören, einfach mal kurz vorstellen.
00:01:52: Bist du?
00:01:53: Wofür schlägt dein Herz?
00:01:56: Was ist dir wichtig?
00:01:57: Sehr gerne.
00:01:58: Ja, danke.
00:01:59: Mein Name ist Casper, wie du gerade schon gesagt hast.
00:02:01: Ich bin Teil des Xeng Leadership Teams und dort für das Produkt und die User Experience verantwortlich.
00:02:06: Das heißt, alles wenn man Xing auf seinem iPhone öffnet und da sozusagen erfährt, entspringt aus der Feder meiner Teams.
00:02:14: Insofern sozusagen super spannender Job, weil im Prinzip heißt es, ich gestalte sozusagen eine der ja wahrscheinlich größte und bekanntesten Digitalmarken, die es in Deutschland jemals gab irgendwie mit und das gerade auch in der super spannenden Transformation, über die wir auch gleich im Detail noch sprechen werden.
00:02:29: Insofern ja super spannender Job, den ich super gerne mache und komme so aus dieser Digitalwelt.
00:02:37: im Prinzip jeden Job, den man sich irgendwie mit digitalen Vorstellen kann, schon gemacht, ursprünglich mal angefangen als Web-Designer, so hieß es damals noch.
00:02:44: Man irgendwie Grafik-Design mit Software-Entwicklungen zusammengebracht hatte und war da selbstständig.
00:02:50: Das heißt, ich habe von ganz kleinen Kunden bis ganz, ganz großen Kunden dann über Agenturen alle möglichen Welken gesehen auch und alles möglich, was da so im Internet zu sagen zu der Zeit auch noch umschwirte mit begleiten können.
00:03:02: Super spannendes Thema und kenne die recruiting welt auch sehr gut weil ich einige jahre auch bei monster verbracht hatte zu einer auch sehr spannenden zeit damals im performance marketing dort.
00:03:14: Das heißt, ich kenne sozusagen auch so diese Marketing- und Performancebrille und bin danach über Digitalisierungsdienstleister und dann die Start-up-Welt und dieses Produktmanagement-Thema reingerutscht sozusagen.
00:03:26: Und ja, ich bin jetzt richtig happy in meiner aktuellen Rolle, im Prinzip all das zusammenbringen zu können, also meine Leidenschaft für gutes Design und für gute... Erfahrungen, gute Erfahrungen zu gestalten für NutzerInnen mit dieser Business-Brille, die man so als Markt-Tier- und Produktmanager einfach mitbringt.
00:03:43: Und ich begeistern einfach alle Themen rund ums Digitale.
00:03:46: Wir haben im Vorgespräch schon besprochen, dass wir beide so große Fans davon sind, einfach im Detail zu verstehen, wie Dinge funktionieren, wie das wirklich funktioniert.
00:03:55: Deswegen bin ich froh, dass ich auch noch ein bisschen Koden kann.
00:03:57: Ich glaube irgendwo, ein Code von mir fliegt auch noch wild im Internet rum zum Leitwesen aller, die das betreiben müssen.
00:04:04: Und genau so da bin ich, brenn ich einfach total für alle Themen rund um Digital.
00:04:10: Ja, was ich immer ganz spannend finde, wenn ich auf Menschen treffe, die so anpacken, wie was machen, die es wirklich fertig bringen, etwas, eine gute Lösung auf die Straße zu bringen, zu verstehen, wie arbeitest du persönlich denn?
00:04:24: Also was, also wie gehst du an so Problemstellungen ran, was für Tools benutzt du, wie arbeitest du mit anderen Menschen zusammen, das ein bisschen besser zu verstehen, das wäre wirklich hilfreich, weil ich glaube, da kann jeder so ein bisschen was von mitnehmen.
00:04:39: Total gerne.
00:04:40: Ja, können wir gerne darüber sprechen.
00:04:42: Zum einen arbeite ich wahrscheinlich nicht so, wie es ideale Weise geben würde.
00:04:45: Das ist als Führungskraft, das man dann doch fremdbestimmter als das vielleicht ein oder andere denkt oder als man meinen würde.
00:04:55: Im Prinzip spreche ich einfach sehr viel mit Menschen.
00:04:57: Ich glaube, dieses Kommunizieren über welchen Kanal auch immer, ob es eine Microsoft Teams oder Slack-Nachricht ist, ob es ein Videocall ist oder einfach ein Gesprächs- oder eine Kaffeemaschine, das ist eigentlich das allerwichtigste Mittel, was man so hat, um Informationen irgendwie durch die Firma zu bringen.
00:05:14: Ich stelle auch fest, dass tatsächlich... oft eine Kommunikation über den Flurfunk effizienter ist als so eine offizielle Kommunikation in irgendeiner Form.
00:05:22: Spannend, ja.
00:05:23: Weil
00:05:23: Menschen einfach lieber, glaube ich, über so die heiße News, die noch nicht offizielles sprechen und sich dann so eine Information so schneller verbreitet, als wenn wir sie irgendwie offiziell mal posten.
00:05:32: Also das ist etwas, was ich bei uns im Unternehmen einfach beobachte und auch in den anderen Unternehmen schon gesehen habe, was mir immer wieder auffällt.
00:05:40: Ich versuche aber so jetzt sozusagen mal ganz praktisch.
00:05:42: Ich habe so eine In der notizen app auf meinem ganz klassisch also wirklich keine fancy irgendwie wonderliste oder sowas sondern wirklich einfach in der notizen app eine liste von Dingen die ich gerne bearbeiten möchte.
00:05:56: Wenn mir irgendwas einfällt dann schreibe ich das einfach drauf und wenn ich und dann schaue ich zu sagen alle immer wenn ich mal kurz Zeit habe schaue ich mal so drauf dass mir wieder einfällt woran ich eigentlich eigentlich arbeiten wollte bevor ich zu sagen wieder fremd bestimmt war.
00:06:09: Und wenn ich feststelle, so okay, über das Thema habe ich jetzt drei, vier mal drüber gelesen die Woche und ich habe es trotzdem nicht angepackt, dann löscht ich das einfach wieder, sodass ich dann echt am Ende der Woche eine relativ leere Liste habe, also immer relativ wenige Items habe, weil ich mir denke so, wenn es wichtig ist, kommt es schon wieder.
00:06:24: Also ich versuche da wirklich jetzt nicht ellenlang in den Listen zu führen mit allem, was mir so einfallen würde, sondern versucht es irgendwie echt streng auf fünf, sechs Items runterzubrechen, um mich dann aber auch wirklich um diese Themen zu kümmern, weil ich glaube, Was man wirklich braucht, um was zu bewegen, ist halt auch Fokus.
00:06:41: Also, dass man sich von diesen vielen Dingen, die vielleicht dringend aber nicht wichtig sind oder überhaupt nicht dringend und nicht wichtig sind, wo jemand vielleicht nur laut schreit, von denen einfach nicht ablenken lässt und noch so ein bisschen Selbstbestimmung in der Handbehaltung, die dann die Zeit, die übrig bleibt, dann auch wirklich für die Themen zu nutzen, die man selbst wichtig findet.
00:06:58: Kasper, ich feier dich gerade innerlich.
00:07:01: Ich sage dir auch, warum du bist.
00:07:04: Einer von zwei Menschen, die ich gerade kennengelernt habe.
00:07:07: Die Notizen App nutzen, oder?
00:07:09: Nein, nein, nein.
00:07:09: Aber was ist das?
00:07:11: App, also ich komme aus einer Welt, ich habe, ich habe, wir haben Software, wir haben Jira Cancer.
00:07:17: Jira, Trello, Asana und wie sie alle heißen, ja, das war so meine Welt, ja, so Projektteams zu organisieren.
00:07:23: Aber ich bin irgendwann an den Punkt gekommen, zu sagen, ich kann am Tag nur begrenzt Entscheidungen treffen, egal welche Art.
00:07:31: Und was diese Tools, die haben alle eine Daseinsberechnung, alles gut, was Thema Dokumentation angeht.
00:07:38: Aber was diese Tools alle gemein haben, du musst zu viele Entscheidungen in den Unterpunkten treffen.
00:07:43: Also wenn du auf die Metaebene wieder rutscht, das heißt, du musst entscheiden, wer ist verantwortlich, welche Teammitgliede kommt daran, von wann bis wann muss das erledigt werden, in welchen Zeitschrank kommt das rein, um dann diese schönen Gantt-Grafiken und roten und gelben, grünen Ampeln, was alles, was es da gibt in diesen Pragnischen.
00:08:01: Ja, ich benutze inzwischen in der Kollaboration auch auf Projektebene Apple Notes.
00:08:08: Es funktioniert richtig gut.
00:08:12: Es ist so schön einfach.
00:08:14: Ich habe diese Listen, ich habe Personalists für mich.
00:08:17: Das kann man.
00:08:19: Aber was anderes ist von der Methodik nicht.
00:08:22: Aber ich arbeite in Projekten kollaborativ in Notes.
00:08:26: Und da gibt es dann halt so Sachen wie Singtangs.
00:08:30: Und du kannst das alles supereasider aufbauen.
00:08:33: Und du hast es überall verfügbar.
00:08:37: Für jeden sofort.
00:08:38: Hätte ich nicht besser sagen
00:08:38: können.
00:08:39: Und du kannst da parallel auch drin arbeiten.
00:08:41: Also das, was früher diese älteren PM Tools nicht konnten, das kann halt nur schon immer.
00:08:48: Und das ist so easy und so einfach.
00:08:49: Und ich glaube, da müssen wir hin.
00:08:50: Wir müssen alles ein bisschen einfacher machen, um und deswegen feiere ich dich zum zweiten Mal Fokus.
00:08:55: Also Fokuszeiten.
00:08:56: Ich arbeite richtig gut, wenn ich Fokuszeiten am Tag habe, wo ich nix reinfliege.
00:09:01: Und da schaffe ich richtig viel.
00:09:03: Aber meine Teams schaffen da auch richtig viel und nicht anders kannst du quasi... crossfunktionale arbeiten.
00:09:10: Ja,
00:09:10: ich habe einen Luxus, also ein Problem, das eigentlich ein Luxus ist.
00:09:13: Ja,
00:09:13: sag
00:09:14: mal.
00:09:14: Und zwar, wir arbeiten ja als Ksing in Hamburg, haben da unseren Sitz.
00:09:19: Ich wohne aber in Wiesbaden.
00:09:20: Das heißt, ich bin sozusagen viel am Zug fahren zwischen Wiesbaden und Hamburg und habe sozusagen den Luxus der schlechten Internetverbindung bei der deutschen Bahn.
00:09:28: Ja, kenne ich.
00:09:28: Und tatsächlich
00:09:29: sind diese paar Stunden zwischen Wiesbaden und Hamburg, die ich so alle zwei Wochen mal hab, die beste Zeit, um mal fokussiert.
00:09:37: zu arbeiten im Sinne von so über Dinge auch mal nachzudenken, auch strategisch Dinge mal wirklich zu Ende zu denken, auch mal zu Papier zu bringen.
00:09:44: Ich finde auch aufschreiben, Dinge aufschreiben ist auch ein gutes Mittel zu merken, wo habe ich eigentlich noch Lücken in Gedanken gängen, weil man viel ja beim Erzählen so jetzt hier auch im Podcast, wenn wir dann gleich sozusagen vielleicht auch über Xinc sprechen, kann man Sachen, wo man sich nicht so ganz sicher mit schönen Worten kaschieren.
00:09:59: Das kannst du aber, wenn du Dinge runterschreibst und für dich irgendwie versuchst, prägnant runterzuschreiben, nicht tun.
00:10:04: Insofern halte ich das auch für ein sehr gutes Werk.
00:10:06: Und das kann man in der Bahn wirklich perfekt machen.
00:10:09: Und genau das zwingt mich zu so einer Fokuszeit, weil ein Call mit irgendjemandem kannst du in der Zeit auf gar keinen Fall probieren.
00:10:16: Und genieße fast diese Pendelzeit, obwohl es auch etwas Anstrengendes hat, aber auf der anderen Seite profitiere ich sozusagen auch sehr stark davon.
00:10:24: Mein Podcast Partner in Crime, mit dem ich Rethinking Business mache, das ist auch eine echt richtig gute Lösung, die auf die Straße gebracht wird.
00:10:32: Der hat das sogar auf die Spitze getrieben.
00:10:35: Man muss dazu sagen, dass es hyperintelligent ist.
00:10:38: Auch Asperger muss sich extrem konzentrieren.
00:10:41: Der findet viel.
00:10:42: Und der hat das, was wir beide da praktizieren, noch auf einem Next-Level.
00:10:48: Der macht zum Beispiel nur Kommunikation mit Menschen nachmittags.
00:10:52: Ja, weil er dann einfach nochmal wie eine Maschine vormittags einfach noch besser funktioniert.
00:10:57: Das wäre so das Next Level.
00:10:59: Da bin ich noch nicht, gebe ich zu.
00:11:00: Ich habe auch noch nicht.
00:11:01: Ich habe auch schon immer irgendwie davon geträumt, so einen so ein meetingfreien Freitag oder sowas einzuführen.
00:11:05: Aber da sind wir leider einfach weit weg von, weil die Zahl der anderen Meetings dann sonst nicht in die übrigen Teilen passt.
00:11:13: Aber ja, bin ich Fan von jedem, der das schafft und da irgendwie einen Weg findet, sich so Freiräume auch einfach zu schaffen.
00:11:19: Ja, spannend.
00:11:21: Lass uns mal tiefer reinsteigen.
00:11:22: Vom Social Business-Netzwerk zum Job-Netzwerk.
00:11:25: Ihr seid mittendrin im Wandel.
00:11:28: Nicht nur die Welt wandelt sich extrem gerade, sondern ihr seid tatsächlich produktseitig extrem im Wandel.
00:11:37: Ich glaube persönlich, das ist der Weg.
00:11:39: Wirklich, weil es gibt so viele Netzwerke und wahrscheinlich so wie du, bevor du bei Xing warst und bevor ich mich mit unserem Podcast beschäftigt habe.
00:11:52: Ich war als allererstes bei Xing und bin dann in andere Netzwerke reingesteupert.
00:11:58: Aber es ist ein toller Datenschatz, der da drin ist.
00:12:02: Und dass ihr das jetzt anpackt, was draus macht, finde ich großartig.
00:12:07: Was war denn bei euch so der Auslöser, der hat gesagt, dass so jetzt, da drücken wir jetzt drauf irgendwie, weil das ist ja schon Wahnsinn, was ihr da gerade vorhabt.
00:12:16: Ja, es ist Wahnsinn und auf der anderen Seite macht es halt auch richtig Spaß, ne?
00:12:19: Ich hätte ja eingangs schon gesagt, dass das, was ich mal in meinem Job liebe, ist einfach so diese Tragweite von dem, was wir tun, nämlich so echt eine Marke irgendwie mit über neunzig Prozent Markenbekanntheit.
00:12:29: Ja.
00:12:30: Von einem Geschäftsmodell auf ein anderes, von einem Purpose auf einen anderen zu drehen, ist halt was, da kriegt man selten die Gelegenheit im Leben für zu tun.
00:12:37: Deswegen genieße ich das auch total.
00:12:39: War aber nicht von Anfang an so natürlich das ganze Unternehmen Hurra geschrieben.
00:12:45: Das gehört zu einem Change natürlich auch dazu, diese ganz klare Idee, diesen ganz klaren Fokus darauf zu haben, was wir eigentlich tun wollen, entwickelt sich ja mit der Zeit.
00:12:54: Und die Auslöser waren... Also, man nicht falsch, ich glaube, da gibt es nur zwei wesentliche Dinge.
00:13:00: Das eine ist, dass wir gesehen haben, dass sich die Welt um uns rumgewandelt hat.
00:13:04: Also OpenBC, wie Xingmal hieß vor zwanzig Jahren, wurde ja gegründet, sozusagen von Arbeitsmarkt einfach ein ganz anderer war als der heute, ne?
00:13:12: Einer, wo irgendwie Fachkräftemangel noch in weiter Ferne war, einer, wo man demografischen Wandel theoretisch diskutiert hat und man das irgendwie in der Soziologievorlesung schon mal gehört hatte, aber so richtig präsent in den Medien als drängendes Thema war das noch nicht so verbreitet, sondern... Es herrscht, es gab eine Arbeitswelt, in der es im Prinzip wichtig war, den richtigen Typen zu kennen, meistens den richtigen Typen tatsächlich, also auch sehr Männer dominiert, sich ein Netzwerk aufzubauen, dann über Vitamin B einen coolen Job zu kommen.
00:13:43: Nicht mehr die Realität.
00:13:44: Also wir sind jetzt in einem Arbeitsmarkt, wo die Talente irgendwie das Gefragte gut sind.
00:13:48: Die Unternehmen schlagen sich sozusagen um die guten Talente.
00:13:51: Mittlerweile um irgendwelche Talente.
00:13:53: Also wir haben mittlerweile auch einfach Probleme, Stellen zu besetzen, wo du nicht irgendwie hoch ausgebildete, spezialisierte Leute brauchst, sondern tatsächlich die erste Person von der Straße fast nehmen könntest.
00:14:05: Aber die will halt keiner mehr machen, weil es halt einfach bessere Angebote gibt da draußen und zu wenig Arbeitskräfte.
00:14:10: Und in so eine Welt passt so ein Vitamin B-Netzwerk einfach nicht mehr rein.
00:14:15: Und dann parallel dazu gab es natürlich auch andere Netzwerke, die entstanden sind, die das ja auch gut machen.
00:14:21: Also, wir nutzen die ja auch alle selbst, ne?
00:14:27: Wir sind jetzt alle bei Xing sozusagen nie uns verschlossen gewesen gegen die übrige Welt da draußen.
00:14:32: Also, ich poste auch bei Instagram regelmäßig und so.
00:14:35: Na ja, und dann schaut man sich aber an.
00:14:38: würde man denn, wenn wir jetzt diesen Weg weitergehen als Social Network zu dieser sich wandelnden Welt wirklich einen positiven Beitrag leisten.
00:14:47: Und wenn ich mir so anschaue, was wird denn so gepostet in Sozialen ist, also von irgendwie Spam, den es ohne Ende gibt bis hin zu irgendwie rechtsradikaler Propaganda, alles Themen, die man eigentlich nicht lesen möchte und selbst auf so professional social networks findet man dann irgendwie post wie ich habe, also das ging letztens auch als neben rum, ne?
00:15:07: Ich habe meine Freundin Heiratsantrag gemacht und das sind die Top fünf Dinge, die ich daraus für BtoB Sales gelernt habe.
00:15:12: Also auch
00:15:13: wirklich so Dinge, wo ich denke, so ja, das ist von dem, wie wir sein möchten, nämlich menschlich und authentisch so weit weg, möchten wir wirklich für so etwas stehen.
00:15:23: Und das waren zwei Auslöser, wie gesagt, nee, wir müssen für uns irgendwie eine positive Revision entwickeln, die auch zu der Welt passt, in der wir gerade unterwegs sind.
00:15:31: Und ja, so sind wir aufgebrochen, singt von einem Professional Social Network hin zu einem Jobs-Netzwerk umzubauen.
00:15:38: Ich finde, Ich finde, spannend, immer drüber nachzudenken, ist jetzt gerade nur so ein Impuls, weil ich halt auch Produktentwicklungen gemacht habe.
00:15:49: Ich finde, darüber wurde sich auch viel unterhalten hier auf der Veranstaltung.
00:15:54: Wie kann man denn besser rekruten?
00:15:56: Wie kann man Daten nutzen, um besser zu rekruten?
00:15:58: Und das ist so meine mein persönliches Ding, was ich selber als Geschäftsführerin, also ich hab ja neben dem Podcast noch einen Job,
00:16:08: so
00:16:09: was ich immer so denke.
00:16:11: Was mich so nervt, ist, da ist ja ein extremen Bruch zwischen HR und Teams, die es ins Machen bringen müssen.
00:16:21: Das heißt, du kannst da ein Profil mit Anforderungen aufsetzen, dann kannst du smashen mit Daten von Lebensläufen, so und so viel Erfahrung, also alles, ne?
00:16:30: Geht ja.
00:16:32: Was du nicht kannst, stand heute, also gut rollenbasiert, Rekruten.
00:16:40: Also was sind denn so die Skills, die wirklich jemand braucht, um eine Rolle auszufüllen, unabhängig von Berufserfahrungen in einem bestimmten Feld?
00:16:49: Und das finde ich mal mega spannend, crossfunktional zu denken, für so eine Jobplattform.
00:16:55: Weil das ist etwas, was der Basteln Konzerne dran, indem sie einfach nur Daten reinfüttern von Trendens Statista, was auch immer, ja, irgendwie, und von ihren eigenen großen Organisationen, um dann halt neue Profile zu erstellen, dass du vielleicht geeignet wirst.
00:17:12: Aber ich glaube, so ein Social Business-Netzwerk, da wird ja so viel Content reingefüttert.
00:17:18: Ja, den du dir als Base, das finde ich mal mega spannend, wenn das gehen würde.
00:17:23: Ich weiß nicht, ob das der Plan ist, aber ich finde das mega spannend.
00:17:27: Weil.
00:17:27: das ist nämlich zum Beispiel auch der Grund, weswegen ich mich sehr früh immer in Rekutting-Prozesse reingeklingen habe und versucht habe, nicht ein Job zu verkaufen, sondern eher Kandidaten zu disqualifizieren.
00:17:43: nicht, weil ich jemand disqualifizieren möchte, sondern weil ich herausfinden möchte, in dem Gespräch, das man hat, ob es denn ein Fit sein könnte für die Rolle, die wir besetzen wollen, für die Skills, die wir brauchen, für die kommunikativen Fähigkeiten, die wir brauchen, um allen im Prozess einfach diesen Fail zu ersparen, dass man in die erste, zweit dritte Runde kommt, schlimmsten Fall noch in einen Assessment-Center.
00:18:11: Und aller schlimmsten Fall jemanden einstellt, wo beide Seiten nach drei Monaten feststellen, das war jetzt nix irgendwie.
00:18:18: So, und dann ist richtig viel Zeit und Geld verbrannt worden.
00:18:22: Und das ist der, also für mich aus dem operativen Seite ist es der, das ist der absolute Pain in diesem ganzen Thema Recruiting.
00:18:31: Da bist du nicht die Einzige.
00:18:33: Ich weiß,
00:18:34: ich weiß, ich bin nicht die Einzige da.
00:18:36: Aber deswegen finde ich das einfach mal so spannend.
00:18:40: Und zu erfahren, wie wollt ihr denn genau jetzt, ich finde ja auch dieses Wording ganz geil, was ihr benutzt, das zum richtigen Rekrutin-Beast umwachen.
00:18:49: Das ist natürlich provokativ, aber das ist also, ich finde das, ja, wie wollt ihr das machen?
00:18:56: Also inhaltlich strategisch auf der einen Seite, aber was bedeutet das fürs Produkt?
00:19:00: Ja,
00:19:01: also ich glaube, was du beschreibst, ist gar nicht so weit weg.
00:19:03: von dem Ansatz, den wir verfolgen.
00:19:05: Wir haben das zusammengefasst für uns auch in Richtung Talentseite.
00:19:09: Du bist mehr als dein CV.
00:19:11: Also so ein CV, der hat so ein paar Probleme.
00:19:14: Zum einen... Schaust du da sehr stark nur in die Vergangenheit, was eigentlich kurios ist, weil wenn jemand zu dir kommt, irgendwie im Freundes- oder Bekanntenkreis und sagt dir, ich bin irgendwie in meinem Job nicht happy, kannst du mir irgendwas empfehlen, weil ja nicht die erste Frage, was hast du vor zwanzig Jahren für einen Job gemacht, sondern wo möchtest du eigentlich hin?
00:19:30: Also dieses nach vorne blicken.
00:19:33: Zum anderen wissen wir ja auch, dass... Mitarbeiterinnen Mitarbeiter nicht nur oft wegen ihrer Führungskraft kündigen, sondern auch ein Job wählen wegen einer Führungskraft und was ja dahinter steckt auch wegen einer bestimmten Kultur zu der sie hin möchten.
00:19:50: Das heißt nur weil ein Job jetzt vielleicht so von den Hard Facts also Job Titel passt, Ort passt, Gehalt passt.
00:19:57: Fittet heißt es noch nicht, dass man nicht nach drei Interviewrunden, wie du es gerade beschrieben hast, nicht trotzdem feststellt, na irgendwie so richtig der Vibe ist offen, also irgendwie passt das hier nicht so richtig zusammen.
00:20:07: Und so aus diesen Gedanken heraus entwickeln wir auch unser Produkt gerade.
00:20:12: Also zum einen.
00:20:13: Stellen wir natürlich das Thema Jobs in den Vordergrund, wir haben die App komplett umgestaltet, damit eben nicht mehr dieses Social Networking selbst darstellen, allen erzählen, wie toll ich bin, irgendwie im Vordergrund steht, sondern wirklich das Thema Jobs und eine viel intimere, auf das Verstehen des Talents gerichtete Art und Weise, das Jobsuche und Inspiration für Jobs zu erfahren.
00:20:32: Und zum anderen eben auch mit sowas wie unserem Job-Wünsche-Feature oder Jobseeker-Preferences auf Englisch.
00:20:39: auch eine Art und Weise, das Talent zu befragen, danach, wo es eigentlich hin möchte, nach vorne gerichtet.
00:20:44: Also was ist denn nicht der Jobtitel, den du aktuell hast, sondern der, den du in Zukunft haben willst, was ist das Karrierelevelort und eben auch die Kultur.
00:20:52: Und das ist auch so vielleicht im Kern des Ganzen, was uns unterscheidet von anderen.
00:20:57: Plattformen auf der Welt im Internet, wo es eben Jobs zu finden gibt, dass wir die einzigen sind, die auf die Daten unseres Schwesterunternehmens Kununu einfach sehr ausführlich zurückgreifen können und dieses Kulturmatching nicht auf Basis von der Beschreibung einer Unternehmenskultur von der Unternehmenswebsseite machen können, wo man vielleicht irgendwie fünfzig bis achtzig Prozent Enthusiasmusabschlag abziehen muss, bevor man dann wirklich zu der Realität kommt, sondern auf Basis echter Stimmen, echter Mitarbeiterinnen aus dem Unternehmen, zum einen und dann zum anderen auch der Wünsche des Talents eben.
00:21:29: Und das bezieht sich also wohl auf die auf die Kulturaspekte, bezieht sich auf Skillaspekte, so was du eben beschrieben hast.
00:21:35: Wenn ich sage, ich möchte einen bestimmten Skill einsetzen in Zukunft, das ist mir eigentlich wichtig.
00:21:40: Dann würde ich eben Empfehlungen bekommen, wo dieser Skill wichtig ist und nicht wichtig ist, sozusagen welchen Job Titel ich vielleicht in Zukunft habe.
00:21:46: Also der der Ansatz ist nicht so ganz weit weg von dem, was du beschrieben hast.
00:21:51: Ja, spannend.
00:21:52: Das heißt schon so ein bisschen Profiling, also mehr Profiling nicht im Sinne von Hardfax und Cluster, sondern auch dieses Softfax mit reinzuziehen.
00:22:02: Absolut, genau.
00:22:02: Also wir haben ja historisch einfach auch schon aus unserer zwanzigjährigen Bestehensgeschichte sozusagen, mittlerweile fast dreiundzwanzig Millionen Profile von Usern, wo wir eben wissen, was die gerade machen, bei welchem Unternehmen sie das gerade tun und darüber hinaus eben bei vielen, vielen Usern noch viel, viel mehr.
00:22:19: Wir haben aus zwanzig Jahren auch Interaktionsdaten.
00:22:21: Das heißt, wir wissen nicht nur, sozusagen jemand ist Marketingmanager und wohnt in München, sondern schaut sich vielleicht auch folgende Stellen an, schaut die sich in folgender Frequenz an, klickt dann hier eher auf Bewerben als dort und können sozusagen mit dem Zusammen, sammeln dieser Daten und dem Zusammenbringen dieser Daten erst das schaffen, was uns richtig gut darin macht, eben die richtigen Empfehlungen auszusprechen und die richtigen Suchergebnisse auszuspielen.
00:22:45: Also ich finde das aus dem Marketingbrillehaus mega clever, weil am Ende arbeitet ihr mit den Personas und der Use Case ist die Stelle.
00:22:56: So ist es genau.
00:22:57: Richtig gut.
00:23:01: Produkt ist das eine, das verstehe ich.
00:23:04: und wie das dann technisch auch umsetzt, das verstehe ich wahrscheinlich auch.
00:23:09: Wahrscheinlich.
00:23:10: Wahrscheinlich.
00:23:12: Was mich neugierig interessieren würde, hat das dieser ganze Wandel, den ihr im Produkt macht, hat das auch Auswirkungen auf eure Organisation?
00:23:23: Ja, total.
00:23:24: Also, wenn man sich vorstellt, du hast angefangen als Mitarbeiterin, als Mitarbeiter in einem Unternehmen, das hat dir gesagt, wir sind ein Business-Social-Network.
00:23:32: und alles darauf ausgerichtet, Aktivität zu erzeugen, möglichst daily use cases zu erzeugen, möglichst viele likes, shares, Kommentare, alles was dazu gehört, ein social network zu sein, zu treiben und dann... kommt da sozusagen jemand hin und sagt, nee, wir bauen das jetzt einfach zum Jobs-Netzwerk um und die Leute sollen nicht mehr Liken kommentieren, all das steht bei uns nicht mehr vor der Grund, sondern ein ganz anderes Thema oder ein Thema, was ein Begleitthema war bis zu dem Zeitpunkt, ist jetzt etwas, worauf wir fokussieren.
00:24:03: Bedarf kann man nicht alleine umbauen, also man braucht einfach auch eine ganze Organisation dafür.
00:24:09: Und man muss natürlich auch eine ganze Organisation auf diese Reise mitnehmen.
00:24:12: Also erst mal erklären, warum machen wir das eigentlich?
00:24:15: Warum ist es nicht nur notwendig aus wirtschaftlichen Gründen, nicht nur eine Marktchance, die irgendwie da draußen ist, sondern am Ende auch wirklich cool für unsere Kunden, also sowohl auf der Talentseite als auch auf der Unternehmensseite.
00:24:26: Warum haben die dann am Ende eigentlich auch alle was davon?
00:24:29: Und warum ist es, weil wir dann auch... oft idealistisch sind.
00:24:33: Warum ist es eigentlich auch für die Welt besser, wenn wir das so machen?
00:24:36: Also, das klingt immer so gigantisch groß, aber am Ende will man ja nicht nach getanem Job nach Hause gehen und sich so denken, so ja, war eigentlich so in diesem gigantischen Universum, habe ich so gar keinen Abdruck irgendwie gerade hinterlassen.
00:24:48: Und deswegen ist das natürlich ein gigantischer Aufwand gewesen, also diesen, diesen Change sozusagen zu initiieren und dann zu begleiten.
00:24:56: Und das andere sind natürlich auch Kulturmuster, die vielleicht auch nicht mehr zu nicht kompatibel sind mit einem großen Umbau.
00:25:05: Also wenn du lange Zeit immer nur sehr iterativ unterwegs warst, du hattest sozusagen als Sing, als Social Network ein klares Geschäftsmodell, wir haben irgendwie ein paar Freemium Features und dann monetarisieren wir vor allem über die C-Site, also Talente bezahlen für bestimmte Features.
00:25:18: der Klassiker ist, wer war auf meinem Profil, dass ich das sehen kann, sozusagen ist Teil des Premium Offerings und dann iterieren wir uns da irgendwie oder haben uns in der Vergangenheit immer iterativ sozusagen bewegt, dieses Modell besser zu machen.
00:25:32: Und darauf war die Organisation ausgerichtet und kulturell haben sich dann eben auch so ein paar Muster etabliert, die sozusagen sehr stark auf so dieses kleine iterative Vorgehen ausgerichtet waren.
00:25:42: Und jetzt plötzlich bist du in der Situation, wo du ein Wandel hinlegen willst und musst gleichzeitig.
00:25:50: Und das bedarf eben dann auch einen gewissen Wandel in so kulturellen Muster.
00:25:56: Es heißt ganz, ich glaube, du hast vier oder fünf Mal Das Wort Muster benutzt.
00:26:03: Ganz konkret, welche Muster habt ihr denn beackert, wenn man so will?
00:26:07: Ja, ich sag Muster, weil ich finde Kultur ist immer so ein sehr schwammiger Begriff, der sozusagen irgendwie alles bedeuten kann, von wir legen Bananen und irgendwie Ostkörper aus bis hin zu, wie sieht unser Strategieprozess aus?
00:26:21: wird ja auch irgendwie Kultur ab.
00:26:24: Und ich finde, das Wort Muster ist einfach präziser, weil du sehen willst, was sind eigentlich Verhaltensmuster?
00:26:29: Also wie verhalten sich Menschen und wie, also welches Verhalten erzeugt unser System?
00:26:33: Wie sieht unser System aus und welches Verhalten sieht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb dieses Systems logisch aus?
00:26:40: Und um so ein paar, also wir haben da eine längere Untersuchung gemacht, aber so ein paar Dinge, die da einfach hingeblieben sind.
00:26:49: oder eins, was mir besonders im Kopf geblieben ist, ist so dieses Muster der ständigen Vergemeinschaftlichung, so haben wir das genannt.
00:26:55: Okay, was ist das?
00:26:56: Klingt abstrakt, heißt aber jeder will überall mitreden, so in einfachen Worten.
00:27:01: Also du hast, und das ist ein super Beispiel für etwas, was dann sehr schwierig macht, einen großen Change zu machen, weil du hast eine große strategische Veränderung, die muss top-down kommen.
00:27:13: Also es muss irgendeine stelle geben die sagt ich möchte das jetzt machen ich übernehme die verantwortung dafür und führe jetzt uns sozusagen in diese zukunft weil du weil du so eine grundlegende veränderung habe ich beobachtet sehr selten beobachtet dass das ein unternehmen wirklich bottom abkommt.
00:27:29: und gleichzeitig hast du aber dann eine kultur die so durch diese ständige iterative vorgehen, sehr stark gewohnt ist, bottom-up zu arbeiten und nur bottom-up-ideen zu akzeptieren, nur Ideen, also Teams, die Ideen nur akzeptieren, wenn die sozusagen aus ihnen herauskommen.
00:27:45: Und das bricht dann miteinander, funktioniert dann nicht miteinander und führt dann dazu, dass man versucht hat, vielleicht Ideen, die top-down entwickelt wurden, eigentlich so irgendwie bottom up einzuspeisen als ein zu pflanzen also kleines flänzchen und dann so zu tun als würde man das sozusagen gemeinschaftlich entwickeln obwohl es eigentlich vor vorher schon eine entscheidung gab zu einem ergebnis.
00:28:08: also solche solche muster sieht man auch häufig in Unternehmen, die einfach so agil sein möchten, die vielleicht sozusagen Agilität, die Agilitätsschrauben in eine Richtung überdreht haben, wo sie dann verwechselt haben, dass Agilität nicht Selbstbestimmung heißt, sondern Selbstorganisation.
00:28:25: Also es braucht auch in agilen Unternehmen immer noch Führung, immer noch Klarheit und Fokus und Entscheidungen, auch strategische Entscheidungen, was aber nicht heißt, dass Teams sich nicht selbst organisieren können und ihre Arbeit nicht selbst organisieren und auch Detailentscheidungen selbst fällen können, aber es heißt eben auch nicht, Agilität heißt eben auch nicht, dass ich im Prinzip selbst darüber bestimme, was ich mache.
00:28:49: Und das ist ein Muster, das hatten wir bei uns im Unternehmen, das ist ein Muster, das sehe ich, aber auch wenn ich irgendwie auf Konferenzen im Meetups unterwegs mit anderen Agilenunternehmen spreche, die wir so in diesen Agilenunternehmen sehr, sehr häufig sehen.
00:29:01: Ja, okay, habe ich verstanden.
00:29:02: Das heißt, so eine dieser großen Fallen ist das Thema Entscheidungsfähigkeit.
00:29:07: Jetzt
00:29:10: haben wir das festgestellt.
00:29:12: Und wie vermeidet das denn?
00:29:13: Hast du ein paar Hex mit uns, die du mit uns teilen kannst, was das angeht?
00:29:20: zu diesen Fels, die ihr da so einem einzelnen wahrscheinlich mitgenommen habt, wie kann man mit das Thema Entscheidungsfähigkeit erhalten?
00:29:26: Ja,
00:29:27: also unsere, ich glaube, da gibt es kein Patentrezept, ich kann jetzt nur erzählen, was haben wir gemacht, das darf man auf gar keinen Fall irgendwie eins zu eins versuchen zu kopieren.
00:29:35: Ich glaube, das ist immer entscheidend, also situationsabhängig.
00:29:39: Was wir gemacht haben, ist erstmal Klarheit darüber zu schaffen, wo eigentlich, an welcher Stelle in der Organisation, worüber entschieden wird.
00:29:49: Und haben uns da sehr stark an dieser Idee eines Funnels ausgerichtet.
00:29:54: Wenn man sich überlegt, wie so ein User in der Journey durch unser Produkt fließt.
00:29:59: Es ist ja so, dass es so modellhaft, im Prinzip so ist, jemand kommt erst mal auf die Plattform, registriert sich dann, sucht dann vielleicht das erste Mal nach einem Job, landet dann auf einer Jobdetail-Seite, bewirbt sich, kriegt eine Rekrute-Anfrage, antwortet auf die und schaut sich dann zwischen drinnen sozusagen vielleicht noch in unseren News-Content an.
00:30:16: Ganz vereinfacht, modellhaft.
00:30:17: Und diese Reise eines Talents auf der Plattform kann man im Prinzip runterschneiden auf verschiedene Schritte.
00:30:23: die wir dann als Funnel-Schritte definiert haben.
00:30:26: Das haben wir gemacht und haben unsere Organisation in Produkt und Tech entlang dieses Funnels ausgerichtet und gesagt, ihr seid jetzt sozusagen für diesen Funnel-Schritt verantwortlich.
00:30:35: An dieser KPI übergebt ihr sozusagen einen nächsten Funnel-Schritt, also an die Teams sozusagen, nehmt dran.
00:30:41: Und ihr seid jetzt dafür verantwortlich diesen Übergabepunkt, also diese Conversion-Schritte im Prinzip zu optimieren.
00:30:49: Wir geben euch vor, es gibt diesen Fundle, das ist die idealisierte Journey, durch die wir einen User schicken wollen.
00:30:56: So sieht unsere Strategie aus.
00:30:58: Und innerhalb eures Fundle-Schritts habt ihr relativ viel Freiheit darüber zu entscheiden, wie konkret wir die Journey designen, wie konkret der User darin interagiert.
00:31:08: Ich glaube, das war so das eine, einfach eine klare Organisation, die auch entlang des unseres Kundenbedürfnisses ausgerichtet ist.
00:31:18: Das andere, was ich persönlich viel gemacht habe, ist einfach auch deutlich mehr, vielleicht als in der Vergangenheit, Hands-on auch mitzuarbeiten.
00:31:27: Also wir haben ein Vision-Type-Projekt gestartet, wo wir gesagt haben, also bei so einer strategischen Transformation kann man strategisch relativ schnell Klarheit schaffen, aber was, wonach, ist?
00:31:39: alle dürstet ab einem Punkt, ist eigentlich die Frage, wie sieht es dann konkret im Produkt eigentlich aus?
00:31:44: Und dafür haben wir uns drei Monate Zeit genommen, also Ich glaube, für einen großen Strategieprozess kurzen Zeitraum, aber fühlt sich dann trotzdem viel länger an, wenn man sozusagen so einen gewissen Druck hat.
00:31:56: Und haben wirklich aus verschiedenen cross-funktionalen Bereichen Menschen zusammengebracht in einem Unternehmen, die sich eingesperrt haben, eine Woche lang und haben dann im Prinzip so einen Design-Sprint relativ schnell eine sozusagen erste Idee entwickelt, wie sozusagen so ein Produkt mit all dem, was ich jetzt an Geschichte auch drumherum erzählt habe, aussehen könnte.
00:32:16: und das an Kunden vertestet mit einem Prototypen drüber etäriert, bis wir sozusagen an einem Stand waren und wir gesagt haben, okay, das ist jetzt wirklich das, was wir machen wollen.
00:32:27: und dann in die Organisation getragen.
00:32:28: Und dadurch, dass wir einmal crossfunktional einfach aus Marketing, Product Design, User Research etc.
00:32:35: einfach überall Menschen mit am Tisch sitzen hatten, die einfach Experten sind, also es waren nicht irgendwie Top-Führungskräfte oder so, sondern wirklich echt Experten aus allen Bereichen, konnten wir super viel Know-how zusammenbringen und dann auch in dieser kleinen Runde mit dem uns gegebenen Bandat sozusagen auch schnell entscheiden Richtung A oder Richtung B, ohne jetzt irgendwie groß Design by Committee zu machen, über zehn Vorstandsrunden zu gehen, bis wir dann irgendwie entschieden haben, ob ein Feature auf einem bestimmter Value jetzt Teil der Proposition ist, sondern am Ende sozusagen den User entscheiden lassen über das Feedback und seine Interaktion.
00:33:11: Und das war so ein etwa drei monatiger Prozess.
00:33:14: und dadurch, dass ich einfach mich selbst dann Also, ich habe mir sehr viele Freiräume dann auch geschaffen, über Zeit, die ich mir genommen habe dafür für das Thema.
00:33:23: Und ich glaube, das hat schon auch geholfen, dann sehr nah an der Entscheidung dran zu sein, die Diskussion des Teams direkt mitzubekommen, direkt sozusagen auch zu sagen, ob wir jetzt in die Richtung gehen oder nicht.
00:33:33: Das hat auch ein paar Nachteile, weil du dann Ja, auch sozusagen alle Level, die du dazwischen hast in der Hierarchie oder in deiner Organisation, dann erst mal überspringt und sehr hierarchielos arbeitest.
00:33:48: Aber das fand ich the beauty of it.
00:33:50: Das war ja eigentlich das, was schön ist und auch etwas, was ich versuche, in meiner Organisation zu implementieren.
00:33:56: Wir brauchen Hierarchie, weil wir einfach bestimmte... Entscheidungsreichweiten sozusagen bündeln müssen.
00:34:03: Also das kommt mit einer Organisationsgrundsgröße einfach zusammen.
00:34:07: Aber das heißt nicht, dass wir irgendwie miteinander anders reden müssen, weniger offen reden müssen, nur weil jemand einen anderen Titel hat oder sowas.
00:34:14: Also da versuche ich, wenn sehr pragmatisch einen Umgang mit zu werben und das irgendwie auch vorzuleben.
00:34:20: Und ich glaube, das ist das andere, was uns einfach extrem geholfen hat bei der Transponenzierung.
00:34:27: User gesagt, also ich wäre so ein klassischer User als eigentlich in so einer Doppelfunktion Arbeitgeber, potenzieller Arbeitnehmer in was für einer Struktur auch immer.
00:34:38: Dann hat man den klassischen Arbeitnehmer, sag ich mal, als User der reinsteckte, den Prozessor so für einen ganz kurz mal durchgezeichnet.
00:34:45: Ich melde mich auch nicht, wir stellen Profil und bla bla.
00:34:47: Also im Prinzip funktioniert schon immer noch wieder so eine Social-Plattform, bloß mit Add-ons, habe ich das richtig verstanden?
00:34:52: Ja,
00:34:53: der... Schlüssel ist eigentlich darin, was mache ich so nach der Anmeldung?
00:34:56: Also früher war das so, dass wir, dass wir alles, was der User oder die Userin auf der Plattform getan haben, darauf ausgerichtet haben, möglichst viele Kontakte zu knüpfen und dann Content zu generieren.
00:35:08: Also, dass eben Poster, Liker, Teile etc.
00:35:12: Und dieser Funnel, also dieses, was machen wir jetzt eigentlich mit dem User, haben wir eben gedreht.
00:35:16: Wir haben gesagt, wir fangen jetzt erstmal damit an für unsere Kunden wertvolle Aktionen.
00:35:22: zu generieren, also Bewerbungen oder Antworten auf Rekuta-Anfragen.
00:35:25: Praktisch sind das eigentlich die zwei Dinge, auf die wir alles ausrichten.
00:35:30: Und dann alles, was networking ist, alles, was Content ist, eigentlich eher als ein Begleitfeature sehen, dass die Erfahrung, sich auf einen Job zu bewerben oder auf eine Rekuta-Anfrage zu antworten, besser macht für die Talente, aber nicht mehr im Kern, dessen liegt, was wir eigentlich machen möchten.
00:35:47: Als Beispiel, ne?
00:35:49: Allein die Startseite.
00:35:49: Wir schicken dich jetzt nicht, wenn du jeden Tag singen auf Mast, jeden Tag in deinen Social Feed und versuchen dich dazu zu bringen, zu teilen, zu liken, sondern wir schicken dich halt auf Jobs, weil wir möchten, dass du dich sozusagen zuallererst mal bewirbst oder umschaust, was es da draußen noch so gibt, ob es Alternativen für das gibt, was du gerade tust.
00:36:07: Und signalisieren ja dadurch auch sozusagen eine Priorisierung in dem, was wir möchten, was unsere Nutzerinnen und Nutzer tun.
00:36:15: Ja, spannend.
00:36:16: Das heißt, im Prinzip von der Usability der Einstieg wird halt anders sein.
00:36:20: Es ist nicht so wie in anderen Netzwerken, wo eigentlich gleich als allererstes auch, überhaupt jetzt erzähl mal, was machst du?
00:36:27: Das ist
00:36:28: schon anders.
00:36:28: Also tatsächlich ist seit Oktober letzten Jahres haben wir mit dem großen Release genau diesen Einstieg umgebaut.
00:36:35: Ja, und falls ihr neugierig seid, macht das doch einfach mal leider durch einfach die App runter, falls sie nicht mehr auf dem Handy ist oder auf dem Smartphone ist.
00:36:42: Und guckt doch einfach mal nach, ich werde es definitiv gleich mal machen.
00:36:46: Zum Abschluss würde ich dich gerne eine Frage fragen, die ich allen meinen Gästen stelle.
00:36:53: Und zwar, was ist denn dein persönlicher Workhack?
00:36:58: Das heißt, was hat deinen eigenen Arbeitsalltag massiv positiv nach vorne gebracht?
00:37:04: Wir haben gerade gehört, Apple nutzte, haben wir was gemeinsam.
00:37:07: Aber gibt es irgendwas anderes, was so... Kann auch eine ganz kleine Sache sein, diese Mindblowing für dich war.
00:37:14: Also es ist eine Sache, die ich aus meinem letzten Job vermisse.
00:37:16: Das haben wir nämlich während der Corona-Pandemie in dem Start-up, in dem ich vorher war, eingeführt.
00:37:23: Und das würde ich gerne irgendwie wieder etablieren, kriege ich aber noch nicht so richtig hin.
00:37:27: Jetzt hier bei Xink nämlich... Durch durch dieses von zu hause arbeiten was wirklich ein segend war.
00:37:34: ne das war das war so dass das eine super positive an Corona ist dass wir jetzt In viel mehr teilen der gesetze auch irgendwie homeoffice eingeführt haben als konzept.
00:37:44: Aber auf der anderen seite wenn man dann echt mal so zwei wochen am stück nur zuhause gearbeitet hat man vereinsamt ja so ein bisschen.
00:37:49: und für mich was richtig cool war wir haben dann im team irgendwann eingeführt dass wir so ein zoom call offen hatten der einfach so den ganzen tag lief Und dann hing man da einfach so drin rum, ohne die Verpflichtungen zu reden, sondern einfach so nebeneinander zu sein.
00:38:02: Und allein diesen Zoom-Call, dann irgendwie ein, zwei Stunden am Tag offen zu haben, einfach nur zu gucken, da ist noch jemand, der existiert, der arbeitet an der gleichen Sache, wie ich oder in der gleichen Firma, wie ich.
00:38:11: Da hat so für mich so emotional dieses Gefühl der Connectedness nochmal wieder aufleben lassen, sozusagen während der Pandemie.
00:38:20: Wenn du dann halt merkst, der schaut auch gerade in die Luft und ich habe gerade irgendwie fünf Minuten und so, dann kann man da auch einfach sozusagen so ein Schwätzchen halten mal und das ist ein guter.
00:38:30: Ersatz für so diesen diesen Kaffeemaschinen Talk oder so, also echt so einfach als Team sich so ein Zoom Call einrichten, wenn man dann einfach so drin abhängt, während man arbeitet, was gerade.
00:38:41: Jetzt nicht funktioniert, wenn man den ganzen Tag in anderen Meetings ist.
00:38:45: Ich habe mich gerade gefragt, was macht ihr denn da?
00:38:48: Das sehe ich ein, dass das dann schwierig ist.
00:38:50: Vielleicht ist das auch der eine der Gründe, warum ich das noch nicht etablieren konnte.
00:38:55: Aber gerade für Software-Entwicklungsteams, wo halt viel Fokusarbeit passiert, fand ich das eine super coole, super coole Methode.
00:39:02: Also kann ich echt jedem ans Herz legen, jedem Teams einfach mal auszuprobieren, um auch zu Hause das Gefühl zu haben, ich bin eigentlich mit anderen Menschen verbunden.
00:39:10: Ja, so ein bisschen Digital Hang-up sozusagen, ne?
00:39:12: Ja, genau.
00:39:13: Ein bisschen chillen, digital.
00:39:15: Das finde ich eine sehr, sehr schöne Idee, weil es ganz einfach umzusetzen ist.
00:39:20: Und das auch so ein bisschen ein Thema Rethinking Places, digital und physisch irgendwie.
00:39:25: Man kann trotzdem beieinander sein, auch wenn es vielleicht nicht physisch in einem Raum ist.
00:39:29: Tatsächlich auch da biegt sich die Schleife im Podcast es auch auf so.
00:39:33: Man hat tatsächlich das selbe Gefühl, wenn man aufnimmt, ob wir jetzt gerade wir beide hier so ein Meter auseinandersetzen oder ob man das in einem virtuellen Studio macht, das macht tatsächlich keinen Unterschied.
00:39:47: Es kommt die gleiche Emotion rüber.
00:39:50: Nur der Sonnenschein hier in München, das vermisse ich manchmal bei uns in Hamburg.
00:39:56: Aber ansonsten ist es total richtig.
00:39:59: Man kann Gesichter sozusagen auch außerhalb von einer Real-Life-Experience sehen.
00:40:05: Das
00:40:05: stimmt.
00:40:06: Kaspar, ich danke dir recht herzlich für deine Zeit, dass du dir gerade wirklich sehr viel Zeit genommen hast, dass wir mal ein bisschen tiefer in das Thema reinsteigen konnten und ich ein bisschen neugierig nachfragen durfte, was du denn da so tagtäglich auf die Weine stellst.
00:40:20: Ich habe mir Dinge für mich gelernt mitgenommen.
00:40:21: Ich hoffe, ihr auch da draußen.
00:40:24: Sowohl im Livestream, wir winken nochmal ganz kurz, als auch hier draußen.
00:40:32: Ihr seid jetzt auch im Winken im Livestream, das ist auch sehr schön.
00:40:37: Diese knapp, also ich sehe ungefähr, fünfzig Menschen, die es mindestens hören gerade draußen und online ist auch ordentlich was los.
00:40:46: Wer das jetzt nicht live mitbekommen hat, kann sich natürlich dem Podcast noch anhören.
00:40:50: Es ist auf allen großen verfügbaren Plattformen nochmal nachhüber.
00:40:55: Ich wünsche dir Viel Spaß noch heute.
00:40:57: Viel Erfolg, gute Gespräche, Impulse, die du mitnehmen kannst für dich und deine Arbeit.
00:41:02: Ansonsten packen wir allen noch diverse Infos in die Show Notes.
00:41:06: Und ja, schaut doch einfach mal bei Xink vorbei, würde ich sagen.
00:41:10: Genau, besser kann ich es nicht abschließen.
00:41:12: Vielen Dank, Lina, für die Einladung.
00:41:13: Hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht.
00:41:15: Gerne, gerne wieder bald.
00:41:17: Und wir sehen uns auf Xink.
00:41:19: Bis dann.
00:41:19: Danke.
00:41:20: Tschüss.
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